Abastumani
Ruhiger Kurort in Kiefernwäldern nordwestlich von Achalziche, mit der Nationalsternwarte Georgiens und einer von Michail Nesterow ausgemalten Kirche der Romanows.
AbastumaniFoto: Yasuhiro Kojima, CC BY-SA 4.0Abastumani ist ein kleiner Bergkurort auf etwa 1.340 m in einer Schlucht mit Kiefernwäldern, 28 km westlich von Achalziche. Im späten 19. Jahrhundert war der Ort ein mondänes Heilbad, geschätzt wegen der trockenen Bergluft, des vielen Sonnenscheins und der heißen Quellen, mit denen man Tuberkulose behandelte. Sein bekanntester Bewohner war Großfürst Georgi Alexandrowitsch: Der Bruder des letzten Zaren lebte seiner Gesundheit wegen hier. Heute ist Abastumani ein ruhiger Ort mit alten Holzvillen und Spazierwegen im Wald, der weit weniger Besucher anzieht als Borjomi.
Zwei Sehenswürdigkeiten lohnen die Fahrt. Oberhalb des Ortes steht auf dem Berg Kanobili in etwa 1.650 m Höhe die 1932 gegründete Astrophysikalische Nationalsternwarte Georgiens; sie hat ein kleines Museum und bietet Besuchern Himmelsbeobachtungen an. Seit 1959 verbindet eine Seilbahn den Ort mit der Sternwarte; prüfen Sie vorher, ob die Bahn in Betrieb ist. Im Ort selbst steht die Alexander-Newski-Kirche, 1899 bis 1902 als Nachbau der mittelalterlichen Kirche von Sarsma errichtet; ihre Innenausmalung stammt von dem russischen Maler Michail Nesterow.
Geschichte
Die heißen Quellen von Abastumani wurden über Jahrhunderte genutzt, doch unter osmanischer Herrschaft wurde die Gegend im 16. Jahrhundert weitgehend verlassen. Nachdem Russland die Region eingenommen hatte, entstand hier 1842 eine kurzlebige deutsche Kolonie, und in den 1850er-Jahren folgten unter Statthalter Michail Woronzow russische Siedler. Mittelpunkt des aufstrebenden Kurorts war Großfürst Georgi Alexandrowitsch (1871–1899), der beim Architekten Otto Simons die Alexander-Newski-Kirche in Auftrag gab. Der Astronom Ewgeni Charadse gründete 1932 die Sternwarte.
Sehenswertes und Aktivitäten
- Die Astrophysikalische Nationalsternwarte und ihr Museum besuchen
- Die Malereien von Michail Nesterow in der Alexander-Newski-Kirche ansehen
- Im Kiefernwald rund um den Kurort spazieren gehen
- An einer Beobachtung des Nachthimmels teilnehmen, wenn eine angeboten wird
Hinweise zum Besuch
Anreise
Abastumani liegt 28 km westlich von Achalziche, mit dem Auto oder Taxi rund 40 Minuten entfernt; ab Tiflis sind Sie über Borjomi und Achalziche etwa 4 Stunden unterwegs.
Reisezeit
Mai bis Oktober; zur Sternbeobachtung klare Nächte ohne Mond. Zeitbedarf vor Ort: ein halber Tag, zur Sternbeobachtung mit Übernachtung.
- Informieren Sie sich über die Termine der Sternwarte und buchen Sie Ihren Besuch im Voraus
- Die Nächte sind auch im Sommer kühl, nehmen Sie also eine Jacke mit
- Verbinden Sie den Besuch ab Achalziche am selben Tag mit dem Kloster Sarsma
Wetter Abastumani
Am wärmsten ist es im August (tagsüber 27°), am kältesten im Januar (nachts −8°); pro Jahr fallen 651 mm Niederschlag. Beste Monate: Juli–Sept.
Abastumani: häufige Fragen
Lässt sich die Sternwarte von Abastumani besuchen?
Ja. Die Sternwarte hat ein kleines Museum und bietet Besuchern Himmelsbeobachtungen an. Informieren Sie sich über die Termine und buchen Sie im Voraus, vor allem für Beobachtungen am Abend.
Lohnt sich ein Besuch in Abastumani?
Ja, wenn Sie ruhige Kurorte im Wald, Astronomie oder die Geschichte des Russischen Kaiserreichs mögen. Abastumani ist eine beschauliche Alternative zu Borjomi und ein bequemer Abstecher von Achalziche aus.
Orte in der Nähe
Entfernungen in Luftlinie, Ausgangspunkt: Abastumani.





