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Sarpi

Dorf der Lasen an der türkischen Grenze, 18 km südlich von Batumi: ein Kieselstrand mit klarem Wasser unter grünen Felsen und Georgiens wichtigster Grenzübergang in die Türkei.

SarpiSarpiFoto: Gaga.vaa, CC BY-SA 4.0

Sarpi ist das letzte Dorf an Georgiens Schwarzmeerküste vor der Türkei, etwa 20 km südlich von Batumi hinter Gonio und Kvariati. Die meisten kennen es nur als Grenzübergang, doch es ist auch ein kleines Badedorf, eingezwängt zwischen steilen, bewaldeten Hügeln und dem Meer. Der Kieselstrand reicht bis an den Grenzzaun, und das Wasser ist so klar, dass man rund um die Felsen schnorcheln kann. Viele Einheimische sind Lasen, ein kartwelisches Volk, dessen Sprache dem Mingrelischen nahesteht, und jenseits der Grenze setzt sich das Dorf auf türkischer Seite als Sarp fort.

Die 2011 eröffnete Grenzstation selbst ist ein markantes Beispiel moderner Architektur: Entworfen hat sie das deutsche Architekturbüro J. Mayer H., und von ihren auskragenden Terrassen blickt man über das Wasser. Hinter dem Strand gibt es Gästehäuser und einige Cafés, und im Juli und August teilen sich georgische und türkische Familien das Ufer. Der Strand fällt schnell ab: Behalten Sie Kinder gut im Auge und tragen Sie Badeschuhe. Als ruhigeres Standquartier bietet sich Kvariati an; nach Sarpi kommen Sie dann zum Baden.

Geschichte

Sarpi ist seit Langem ein Fischerdorf der Lasen. Als der Vertrag von Kars 1921 die sowjetisch-türkische Grenze festlegte, verlief sie mitten durch das Dorf und trennte Familien in Sarpi von ihren Angehörigen in Sarp. Jahrzehntelang blieb die Grenze hier geschlossen; erst 1988 wurde ein Übergang geöffnet. Heute läuft ein Großteil des Straßenverkehrs zwischen Georgien und der Türkei über den Grenzübergang Sarpi.

Sehenswertes und Aktivitäten

  • Das klare Wasser zum Baden und Schnorcheln an den Felsen
  • Der Kieselstrand, der bis an die türkische Grenze reicht
  • Die futuristische Grenzstation von 2011
  • Die Kultur der Lasen und das Zwillingsdorf Sarp jenseits der Grenze

Hinweise zum Besuch

Anreise

Sarpi liegt etwa 20 km südlich von Batumi; mit dem Auto sind Sie auf der Küstenstraße an Gonio und Kvariati vorbei rund 25 bis 30 Minuten unterwegs. Vom Zentrum Batumis fahren häufig Busse und Minibusse bis zur Grenze.

Reisezeit

Juni bis September zum Baden. Zeitbedarf vor Ort: ein halber Tag.

Tipps von Einheimischen
  • Nehmen Sie Ihren Reisepass mit, denn Sie befinden sich direkt an einer internationalen Grenze
  • Fotografieren Sie weder Grenzanlagen noch Grenzschützer
  • Tragen Sie Badeschuhe: Die Steine sind groß, und der Strand fällt steil ab
  • Halten Sie auf dem Rückweg nach Batumi an der Festung Gonio (Apsaros)

Wetter Sarpi

Am wärmsten ist es im August (tagsüber 27°), am kältesten im Februar (nachts 6°); pro Jahr fallen 2.418 mm Niederschlag. Beste Monate: Juli–Sept.

0°5°10°15°20°25°30°0200400 mmJanuar: 259 mmFebruar: 201 mmMärz: 148 mmApril: 107 mmMai: 96 mmJuni: 151 mmJuli: 151 mmAugust: 191 mmSeptember: 249 mmOktober: 288 mmNovember: 273 mmDezember: 304 mmJFMAMJJASOND

Wetter Sarpi nach Monaten und 7-Tage-Vorhersage →

Sarpi: häufige Fragen

Kann man in Sarpi zu Fuß in die Türkei einreisen?

Ja. Sarpi ist der wichtigste Straßengrenzübergang zwischen Georgien und der Türkei und wird von Fußgängern ebenso genutzt wie von Fahrzeugen. Informieren Sie sich vor der Reise über die Visa- und Einreisebestimmungen beider Länder.

Kann man am Strand von Sarpi gut baden?

Ja. Das Wasser ist meist klar und eignet sich gut zum Schnorcheln, doch das kieselige Ufer fällt schnell ab. Tragen Sie Badeschuhe und behalten Sie Kinder im Auge.

Orte in der Nähe

Entfernungen in Luftlinie, Ausgangspunkt: Sarpi.