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Kathedrale von Ruisi

Kuppelkathedrale an der Fernstraße Gori–Chaschuri in der Gemeinde Kareli, im 15. Jahrhundert neu errichtet; 1103 tagte hier die Synode Dawits IV. des Erbauers.

Kathedrale von Ruisi mit hohem steinernem Tambour und kegelförmiger Kuppel unter blauem HimmelKathedrale von RuisiFoto: Jaba1977, CC BY-SA 4.0

Mitten im Dorf Ruisi in der Gemeinde Kareli erhebt sich die Kathedrale von Ruisi knapp nördlich der Fernstraße zwischen Gori und Chaschuri, und Autofahrer können ihre hohe, zwölfeckige Kuppel schon von der Straße aus erkennen. Die Kreuzkuppelkirche misst etwa 27 mal 20 Meter und ist 23 Meter hoch; vier frei stehende Pfeiler tragen die Kuppel, und zwölf Fenster lassen Licht hinein. Das Mauerwerk rund um den Altar ist der älteste Teil und stammt aus dem 8. oder 9. Jahrhundert. Im 10. und 11. Jahrhundert wurde der Bau umgestaltet, und um 1400 zerstörte ihn das Heer Timurs beinahe.

Bekannt ist Ruisi vor allem für die Synode, die König Dawit IV. der Erbauer 1103 einberief und die hier und im nahen Urbnisi tagte; sie reformierte die georgische Kirche und setzte Bischöfe ab, die sich gegen die Krone gestellt hatten. Das Innere ist schlicht, denn die meisten Fresken wurden im 19. Jahrhundert überputzt, doch Fragmente spätmittelalterlicher Malerei sind erhalten. Die Kathedrale dient bis heute als Pfarrkirche und ist ein kurzer, lohnender Halt etwa 20 Minuten westlich von Gori.

Geschichte

Der Kern der Kirche entstand im 8. oder 9. Jahrhundert und wurde im 10. und 11. Jahrhundert neu aufgebaut. Um 1400 verwüsteten die Heere Timurs den Bau, und König Alexander I. (reg. 1412–1442) ließ ihn wiederherstellen. Im 16. Jahrhundert ließ Bischof Dionise Laradse die Kirche erneut instand setzen, in den 1660er-Jahren tat Königin Mariam von Kartlien dasselbe, und der Glockenturm kam im 17. Jahrhundert hinzu. Nach schweren Schäden durch das Erdbeben von Gori 1920 wurde die Kathedrale 1936–1938 und noch einmal 1950–1953 restauriert.

Sehenswertes und Aktivitäten

  • Die hohe Kuppel mit zwölf Fenstern von der Fernstraße aus sehen
  • Unter der Kuppel stehen, die auf vier frei stehenden Pfeilern ruht
  • Nach Fragmenten spätmittelalterlicher Fresken suchen
  • Mehr über die Synode von 1103 erfahren
  • Den Besuch mit dem wenige Kilometer entfernten Urbnisi verbinden

Hinweise zum Besuch

Anreise

Ruisi liegt knapp nördlich der Fernstraße E60 in der Gemeinde Kareli, etwa 20 Autominuten westlich von Gori und rund 1 Stunde und 20 Minuten von Tiflis entfernt.

Reisezeit

Frühling und Herbst; als Zwischenstopp jederzeit. Zeitbedarf vor Ort: 20–40 Min.

Tipps von Einheimischen
  • Nehmen Sie ein Kopftuch mit; Frauen bedecken in der Kirche ihr Haar.
  • Biegen Sie vorsichtig von der Fernstraße ab, denn dort wird schnell gefahren.
  • Verbinden Sie den Besuch mit Urbnisi und dem Kloster Qinzwissi zu einer halbtägigen Kirchenrundfahrt ab Gori.

Wetter Kathedrale von Ruisi

Grundlage ist das Klima am Bezugspunkt Gori, 14 km entfernt. Am wärmsten ist es im August (tagsüber 30°), am kältesten im Januar (nachts −3°); pro Jahr fallen 507 mm Niederschlag. Beste Monate: Juni, Sept.

−5°0°5°10°15°20°25°30°35°050100 mmJanuar: 29 mmFebruar: 28 mmMärz: 36 mmApril: 53 mmMai: 66 mmJuni: 59 mmJuli: 41 mmAugust: 37 mmSeptember: 35 mmOktober: 42 mmNovember: 47 mmDezember: 34 mmJFMAMJJASOND

Wetter Gori nach Monaten und 7-Tage-Vorhersage →

Kathedrale von Ruisi: häufige Fragen

Was geschah 1103 in Ruisi?

König Dawit IV. der Erbauer hielt 1103 in Ruisi und Urbnisi eine Synode ab. Diese Synode reformierte die georgische Kirche und stärkte die Macht des Königs über den Klerus.

Wie alt ist die Kathedrale von Ruisi?

Die ältesten Teile stammen aus dem 8. oder 9. Jahrhundert. Neu aufgebaut wurde die Kirche im 10. und 11. Jahrhundert und noch einmal, nachdem Timur um 1400 eingefallen war.