Festungen & BurgenAussichtspunktEintritt freiGeschichte

Festung Gori

Mittelalterliche Zitadelle auf einem Felshügel im Zentrum von Gori, im 17. und 18. Jahrhundert wiederaufgebaut, mit weitem Blick über die Stadt und die Täler.

Festung GoriFestung GoriFoto: Armineaghayan, CC BY-SA 4.0

Die Festung Gori, auf Georgisch Goris-Ziche, erhebt sich auf einem steilen Felshügel mitten in Gori. Ihre Mauern folgen der Form der Hügelkuppe und geben der Zitadelle so ihren unregelmäßigen Grundriss; sie umschließen ein flaches Plateau mit Gebäuderesten. Was heute steht, stammt größtenteils aus dem Wiederaufbau unter König Rostom von Kartlien in den 1630er-Jahren und unter König Erekle II. im Jahr 1774. Die Anlage ist frei zugänglich: Besucher können in der Regel ohne Eintrittskarte hinaufsteigen und das Gelände rundum erkunden.

Hinauf steigt man vor allem wegen der Aussicht: über die Dächer von Gori bis zum Josef-Stalin-Museum, über die Täler von Kura und Liachwi und an klaren Tagen bis zu den schneebedeckten Gipfeln des Großen Kaukasus im Norden. Von der Straße unterhalb führt ein Fußweg hinauf. Am Fuß des Hügels steht ein Denkmal für georgische Krieger. Die Festung eignet sich gut als Auftakt oder Abschluss eines Besuchs im Josef-Stalin-Museum, das etwa 500 m entfernt liegt.

Geschichte

Archäologische Funde deuten darauf hin, dass der Hügel schon in den letzten Jahrhunderten v. Chr. befestigt war; in schriftlichen Quellen erscheint die Festung ab dem 13. Jahrhundert. Sie kontrollierte die Hauptstraße durch das Tal der Kura und war immer wieder umkämpft. Ihre heutige Gestalt verdankt sie dem Wiederaufbau unter König Rostom in den 1630er-Jahren und unter Erekle II. im Jahr 1774. Ursprünglich reichten die Mauern bis hinunter zum Fluss, den man durch einen Tunnel erreichte. Das Erdbeben von Gori im Jahr 1920 beschädigte die Festung schwer.

Sehenswertes und Aktivitäten

  • Der Panoramablick über Gori und die Flusstäler
  • Die unregelmäßigen Mauern, die dem Fels folgen
  • Der Blick auf den Großen Kaukasus an klaren Tagen
  • Das Denkmal für georgische Krieger am Fuß des Hügels

Hinweise zum Besuch

Anreise

Die Festung liegt im Zentrum von Gori, etwa 500 m vom Josef-Stalin-Museum entfernt. Von Tiflis nach Gori sind es 86 km, mit dem Auto etwa 1 Stunde.

Reisezeit

Morgens oder am späten Nachmittag; für den Blick auf die Berge an klaren Tagen. Zeitbedarf vor Ort: 45 Min.–1 Std.

Tipps von Einheimischen
  • Tragen Sie Schuhe mit griffiger Sohle: Weg und Felsen können rutschig sein.
  • Oben gibt es kaum Schatten; nehmen Sie im Sommer Wasser mit.
  • Halten Sie Kinder von Mauerkanten ohne Geländer fern.

Wetter Festung Gori

Grundlage ist das Klima am Bezugspunkt Gori, 0 km entfernt. Am wärmsten ist es im August (tagsüber 30°), am kältesten im Januar (nachts −3°); pro Jahr fallen 507 mm Niederschlag. Beste Monate: Juni, Sept.

−5°0°5°10°15°20°25°30°35°050100 mmJanuar: 29 mmFebruar: 28 mmMärz: 36 mmApril: 53 mmMai: 66 mmJuni: 59 mmJuli: 41 mmAugust: 37 mmSeptember: 35 mmOktober: 42 mmNovember: 47 mmDezember: 34 mmJFMAMJJASOND

Wetter Gori nach Monaten und 7-Tage-Vorhersage →

Festung Gori: häufige Fragen

Ist der Besuch der Festung Gori kostenlos?

Ja, in der Regel können Sie ohne Eintrittskarte hinaufsteigen und das Gelände rundum erkunden. Die Anlage liegt unter freiem Himmel; kommen Sie also bei Tageslicht.

Wie alt ist die Festung Gori?

Der Hügel ist seit der Antike befestigt, und die Festung ist ab dem 13. Jahrhundert schriftlich belegt. Die Mauern, die Sie heute sehen, wurden größtenteils in den 1630er-Jahren und im Jahr 1774 wiederaufgebaut.