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Kloster Schemokmedi

Kloster auf einem Hügel bei Ozurgeti, Grablege der Gurieli-Fürsten Guriens und einst eine Schatzkammer georgischer Kirchenkunst.

Kloster SchemokmediKloster SchemokmediFoto: Abkhazian1, CC BY-SA 4.0

Das Kloster Schemokmedi steht auf einem kleinen Hügel am linken Ufer des Flusses Bschuschi, rund 7 km südöstlich von Ozurgeti. Seit dem 15. Jahrhundert Bischofssitz, wurde es zur Grablege der Gurieli-Fürsten, die über Gurien herrschten. Zwei Kirchen stehen Seite an Seite: die dreischiffige Erlöserkirche, ein Steinbau mit einem Fußboden aus weißem Marmor, und die kleine Kuppelkirche der Verklärung Christi, die sogenannte Sarsma-Kirche, die Ende der 1570er-Jahre für Fürst Wachtang I. Gurieli erbaut wurde.

Fresken in der Erlöserkirche zeigen Mamia II. Gurieli mit seiner Frau Tinatin. In der Anlage sind außerdem zwei Fürstengräber erhalten: das von Rostom Gurieli, der 1564 starb, und das von Mamia III. Gurieli, der 1714 starb. Jahrhundertelang bewahrte das Kloster Ikonen, Kreuze und Handschriften, die aus anderen georgischen Kirchen gerettet worden waren; die meisten davon befinden sich seit 1924 im Nationalmuseum von Georgien. Vom Hügel haben Sie eine schöne Aussicht über das Bschuschi-Tal, und die restaurierte Kirche Gorisperdi liegt etwa 1,5 km entfernt am gegenüberliegenden Ufer.

Geschichte

Im 15. Jahrhundert als Bistum gegründet, entwickelte sich Schemokmedi zum wichtigsten kirchlichen Zentrum des Fürstentums Gurien. Die Ende der 1570er-Jahre erbaute Kirche der Verklärung Christi ist nach einer Ikone der Verklärung aus dem 9. Jahrhundert benannt, die aus dem Kloster Sarsma im osmanisch beherrschten Samzche hierhergebracht wurde. 1820, während eines Aufstands in Gurien, stürmten russische Truppen das Kloster und rissen seine Befestigungen nieder. Das Bistum wurde 1920 und erneut 1995 wiederbegründet.

Sehenswertes und Aktivitäten

  • Die Fresken mit Mamia II. Gurieli und Tinatin in der Erlöserkirche betrachten
  • Die Sarsma-Kirche, eine Kuppelkirche aus den späten 1570er-Jahren, besichtigen
  • Die Gräber der Gurieli-Fürsten aufsuchen
  • Den Blick über das Bschuschi-Tal genießen
  • Zur restaurierten Kirche Gorisperdi in der Nähe hinübergehen

Hinweise zum Besuch

Anreise

Schemokmedi liegt etwa 7 km südöstlich von Ozurgeti, mit dem Taxi rund 15 Minuten entfernt. Ozurgeti ist etwa 320 km von Tiflis und 60 km von Batumi entfernt.

Reisezeit

Ganzjährig. Zeitbedarf vor Ort: 1 Std.

Tipps von Einheimischen
  • Kleiden Sie sich angemessen; Frauen sollten ihr Haar bedecken
  • Fragen Sie, bevor Sie in den Kirchen fotografieren
  • Verbinden Sie den Besuch mit dem Kloster Dschumati zu einer halbtägigen Rundfahrt ab Ozurgeti

Wetter Kloster Schemokmedi

Grundlage ist das Klima am Bezugspunkt Ozurgeti, 5 km entfernt. Am wärmsten ist es im August (tagsüber 29°), am kältesten im Januar (nachts 1°); pro Jahr fallen 2.081 mm Niederschlag. Beste Monate: Mai–Juni, Sept.–Okt.

0°5°10°15°20°25°30°35°0150300 mmJanuar: 208 mmFebruar: 179 mmMärz: 137 mmApril: 102 mmMai: 87 mmJuni: 143 mmJuli: 137 mmAugust: 159 mmSeptember: 215 mmOktober: 231 mmNovember: 225 mmDezember: 258 mmJFMAMJJASOND

Wetter Ozurgeti nach Monaten und 7-Tage-Vorhersage →

Kloster Schemokmedi: häufige Fragen

Wer ist im Kloster Schemokmedi begraben?

Hier wurden die Gurieli-Fürsten beigesetzt, die über Gurien herrschten. Zwei ihrer Gräber sind erhalten: die von Rostom Gurieli (gestorben 1564) und von Mamia III. Gurieli (gestorben 1714).

Warum heißt eine der Kirchen von Schemokmedi Sarsma-Kirche?

In osmanischer Zeit brachte man eine Ikone der Verklärung Christi aus dem 9. Jahrhundert zur sicheren Verwahrung vom Kloster Sarsma in Samzche hierher. Nach ihr wurde die Ende der 1570er-Jahre erbaute Kirche benannt.