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Sabaduri-Wald: Herbstfarben eine Stunde von Tiflis entfernt

Herbstliches Blätterdach aus Buchen über der Straße Tiflis–Tianeti im Nationalpark TiflisFoto: Paata Vardanashvili, CC BY-SA 4.0
Inhalt
Das Wichtigste
  • Der Sabaduri-Wald ist der Teil des Nationalparks Tiflis, den die Straße Tiflis–Tianeti etwa 45 km nordöstlich des Zentrums von Tiflis durchquert; die Fahrt hinaus über Gldani, Mamkoda und Tskhvarichamia dauert etwa 1 Stunde.
  • Am buntesten ist das Laub normalerweise von Mitte Oktober bis Anfang November, am sichersten in den letzten beiden vollen Oktoberwochen; der Zeitpunkt verschiebt sich aber von Jahr zu Jahr um eine Woche oder mehr.
  • Der Eintritt ist frei. Ein Besuch besteht aus kurzen Spaziergängen auf Forstwegen, Picknicks an Plätzen mit Feuerstellen und Fotostopps entlang eines rund 8 km langen Straßenabschnitts; ein markiertes Wegenetz gibt es in Sabaduri selbst noch nicht, auch wenn 2025 neue Wanderwege angekündigt wurden.
  • Fahren Sie unter der Woche oder brechen Sie früh auf, denn an schönen Wochenenden und Feiertagen füllt der Ausflugsverkehr aus Tiflis die Straße; gehen Sie außerdem nie auf der schmalen, kurvigen Fahrbahn entlang.
  • Ohne Auto nehmen Sie ab Didube einen Minibus Richtung Tianeti oder Tskhvarichamia; mit Fahrer ist Sabaduri ein Halbtagesausflug oder lässt sich mit dem Sioni-Stausee, Mzcheta oder der Georgischen Heerstraße kombinieren.

Der Sabaduri-Wald ist der Gürtel aus Buchen, Eichen und Hainbuchen, durch den die Straße nach Tianeti ansteigt, etwa 1 Stunde Fahrzeit nordöstlich von Tiflis. Zwischen Mitte Oktober und Anfang November erreichen Sie von der Hauptstadt aus nirgends schneller ein geschlossenes Blätterdach in voller Herbstfarbe. Der Wald gehört zum Nationalpark Tiflis, der 1973 als erster Nationalpark Georgiens gegründet wurde, und die Straße erreicht ihren höchsten Punkt auf rund 1.300 m. Deshalb färbt sich das Laub hier deutlich früher als in den Parks der Stadt, und der erste Schnee bleibt schon liegen, während es in Tiflis noch regnet.

Dieser Ratgeber zeigt, wann die Färbung meist ihren Höhepunkt erreicht und wie Sie eine gute Woche wählen. Er beschreibt die Anfahrt mit dem Auto und mit dem Minibus ab Didube, die Picknickplätze und Forstwege sowie die Sicherheitsrisiken, die Besucher oft unterschätzen. Außerdem lesen Sie, wie sich Sabaduri mit dem Sioni-Stausee, Mzcheta oder der Georgischen Heerstraße zu einem längeren Tag verbinden lässt; am Ende folgen kurze Antworten auf häufige Fragen.

Wo liegt der Sabaduri-Wald?

Sabaduri ist ein Abschnitt des Nationalparks Tiflis, der mehr als 20.000 ha auf dem Saguramo- und dem Ialno-Kamm zwischen den Flüssen Kura und Iori umfasst. Der Name bezeichnet den Wald zu beiden Seiten der Straße Tiflis–Tianeti. Vom nördlichen Stadtbezirk Gldani aus führt diese Straße an Mamkoda und Tskhvarichamia vorbei, klettert dann über einen bewaldeten Kamm und senkt sich schließlich zum Dorf Ghulelebi hinab. Der dichteste Abschnitt, den auch die meisten Fotos zeigen, liegt hinter Tskhvarichamia: Dort fahren Sie rund 8 km fast ununterbrochen unter Bäumen.

Hauptbaumart ist die Orientbuche, gemischt mit Eichen, Hainbuchen und Linden. Diese Mischung erklärt das herbstliche Farbenspiel: Die Buchen wechseln von Zitronengelb über Kupfer zu Rostrot, die Hainbuchen färben sich klar gelb, und die Eichen behalten bis spät in die Saison ein matteres Bronze.

Sabaduri auf einen BlickAngaben
RegionMzcheta-Mtianeti, Nationalpark Tiflis
Vom Zentrum von TiflisEtwa 45 km, etwa 1 Std. mit dem Auto
HöheHöchster Punkt der Straße: etwa 1.300 m
HerbstfärbungMeist Mitte Oktober bis Anfang November
EintrittKostenlos
Zeitbedarf1 bis 3 Std. im Wald; ab Tiflis ein halber Tag

Der Sabaduri-Wald im Herbst: Wann sind die Farben am schönsten?

In einem normalen Jahr ist das Blätterdach zwischen Mitte Oktober und den ersten Novembertagen am schönsten, am zuverlässigsten in der dritten und vierten Oktoberwoche. Der höchste Punkt der Straße liegt rund 850 m über dem Zentrum von Tiflis. Deshalb ist der Wald den Bäumen der Stadt zwei bis drei Wochen voraus und färbt sich etwa gleichzeitig mit dem Gombori-Wald an der Straße nach Telavi.

Betrachten Sie diese Zeitangaben als Anhaltspunkt. Nach einem warmen, trockenen September bleiben die Buchen länger grün, während früher Frost oder starker Wind die Färbung vorziehen und die oberen Hänge innerhalb weniger Tage entlauben können. Der tiefer gelegene Wald und die Baumallee hinter Ghulelebi färben sich etwas später als die Kammhöhe; ein Besuch Anfang November kann sich deshalb noch lohnen.

Den richtigen Tag wählenOrientieren Sie sich an Fotos, die in den letzten Tagen von der Straße nach Tianeti gepostet wurden, nicht an den Terminen des Vorjahres. Fahren Sie dann unter der Woche am ersten klaren Tag, sobald sich in den Baumkronen Kupfertöne zeigen. Ein sonniger Tag nach Regen bringt die kräftigsten Farben.

Sabaduri in den übrigen Jahreszeiten

JahreszeitWas Sie erwartetGut zu wissen
Winter (Dezember bis Anfang März)Dicker Schnee auf kahlen ÄstenAm sichersten im Januar und Februar; Winterreifen nötig
Frühling (April und Mai)Junges Buchenlaub, FrühblüherNach Regen schlammige Wege
Sommer (Juni bis August)Tiefer Schatten, kühler als in der StadtAm Wochenende volle Picknickplätze

So kommen Sie von Tiflis nach Sabaduri

Mit dem Auto oder mit Fahrer

Verlassen Sie Tiflis über Gldani im Norden der Stadt und nehmen Sie nicht die große Fernstraße Richtung Mzcheta, sondern die nach Tianeti ausgeschilderte Straße. Diese führt an Mamkoda und der Ferienhaussiedlung Tskhvarichamia vorbei in den Wald; unter der Woche brauchen Sie ab dem Zentrum etwa 1 Stunde. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert und hat nur ein paar Schlaglöcher, ist aber schmal und kurvenreich, und gefahrlos anhalten können Sie nur an wenigen Stellen. Dies ist die direkte Route; die Anfahrt von Zhinvali über Tianeti ist deutlich länger und teilweise nicht asphaltiert.

Nach Schneefall räumen Schneepflüge die Straße, doch in schattigen Kurven hält sich das Eis. Fahren Sie im Winter deshalb mit Winterreifen und haben Sie Schneeketten dabei, oder lassen Sie sich von einem Fahrer im Geländewagen (4x4) bringen.

Unter der Woche fahrenAn schönen Wochenenden und Feiertagen zieht es viele Städter hierher, und auf der Heimfahrt geht es nur im Schritttempo voran. Fahren Sie unter der Woche, oder verlassen Sie Tiflis bis 9:00 Uhr und machen Sie sich vor 15:00 Uhr auf den Rückweg.

Ohne Auto: Minibus oder Taxi

Marschrutkas (Minibusse) nach Tianeti und Tskhvarichamia fahren am Busbahnhof Didube ab und brauchen auf derselben Straße etwa 1 Stunde. Bitten Sie den Fahrer, Sie im Sabaduri-Wald an einem Picknickplatz oder Café aussteigen zu lassen. Schwieriger ist die Rückfahrt: Warten Sie an einer Stelle, an der ein herankommender Fahrer Sie sieht und gefahrlos halten kann, und erkundigen Sie sich vor der Abfahrt, wann der letzte Minibus fährt, denn nachmittags gibt es nur wenige Verbindungen.

Mit einer Fahrdienst-App kommen Sie bequem hin, doch ein Auto für die Rückfahrt aus dem Wald zu finden, ist nicht so einfach. Ein Fahrer, den Sie für einen halben Tag buchen, löst dieses Problem und hält überall dort, wo die Farben am schönsten wirken.

Unternehmungen in Sabaduri: Spaziergänge, Picknicks und Stopps am Straßenrand

Die meisten Besucher fahren gemächlich durch den Wald, halten an einer Lichtung, folgen eine Weile einem Forstweg und lassen sich dann zum Essen nieder. Von unten wirkt das Blätterdach weit schöner als durch die Autoscheibe.

  • Kurze Waldspaziergänge: Von den Lichtungen führen unbefestigte Forstwege zu beiden Seiten der Straße in den Wald. Gehen Sie 20 bis 60 Minuten hinein und auf demselben Weg zurück.
  • Picknick: Im Abschnitt Sabaduri hat der Park Picknick- und Zeltplätze mit Feuerstellen angelegt; an sonnigen Wochenenden sind sie voller Familien aus Tiflis, die hier grillen.
  • Fotografieren: Der hoch gelegene, kurvige Abschnitt hinter Tskhvarichamia liefert das klassische Motiv mit grauen Stämmen unter buntem Laub.
  • Sowjetische Mosaiken: Achten Sie auf der Fahrt hinauf auf die leuchtend bunten Mosaiken am Straßenrand, die zu Tsiskari gehören, einem verlassenen sowjetischen Kinderferienlager.
  • Khinkali in Ghulelebi: Das Dorf am anderen Ende des Waldes ist für seine Khinkali bekannt und der naheliegende Ort für die Mittagspause.

Für eine richtige Wanderung finden Sie die markierten Wege des Nationalparks Tiflis weiter westlich auf dem Saguramo-Kamm: Dort dauert der rund 15 km lange Weg vom Kloster Zedazeni nach Mamkoda fünf bis sechs Stunden. Weitere Wanderungen in der Nähe der Hauptstadt stellt unser Ratgeber „Wandern in Georgien“ vor.

Infrastruktur und Sicherheit: was Sie vor dem Losgehen wissen sollten

Der Eintritt in den Sabaduri-Wald ist frei; Tickets oder eine Anmeldung brauchen Sie nicht. Das Angebot ist bescheiden: Picknick- und Zeltplätze mit Feuerstellen, ein paar Informationstafeln, Ferienhäuschen zur Miete und eine Handvoll Cafés an der Straße. Toiletten gibt es kaum, und auf Wasser können Sie sich nicht verlassen; bringen Sie also Ihr eigenes mit. Im September 2025 teilte das Umweltministerium mit, ein Besucherzentrum, ein Parkplatz, Spielbereiche für Kinder und rund 55 km Wanderwege für Sabaduri stünden kurz vor der Fertigstellung; prüfen Sie, ob diese Einrichtungen inzwischen eröffnet sind.

  • Keine Markierungen: Solange die neuen Wanderwege nicht eröffnet sind, gibt es in Sabaduri nur unmarkierte Wege, die sich oft verzweigen. Nutzen Sie eine Offline-Karte, setzen Sie dort, wo Sie parken, einen Pin und kehren Sie auf demselben Weg zurück.
  • Fahrbahn meiden: Seitenstreifen gibt es kaum, unübersichtliche Kurven dafür viele. Parken Sie vollständig abseits des Asphalts und halten Sie Kinder bei Stopps am Straßenrand dicht bei sich.
  • Nebel und kurze Tage: Oft hängen Wolken im Wald, und Ende Oktober wird es kurz nach 18:00 Uhr dunkel. Seien Sie bis zur Mitte des Nachmittags wieder am Auto.
  • Wildtiere: Im weiteren Parkgebiet leben Wölfe und Bären, die belebte Bereiche jedoch meiden. Unterhalten Sie sich unterwegs auf ruhigen Wegen und lassen Sie nie Essen offen liegen.
  • Pilze: Essen Sie keine, die nicht von einem Pilzkenner bestimmt wurden.
  • Feuer und Müll: Machen Sie Feuer nur in den angelegten Feuerstellen, nehmen Sie Ihren Müll wieder mit und wählen Sie im Notfall die 112.
Gut für FamilienDie Spaziergänge können Sie hier so kurz halten, wie Sie möchten, und das Mittagessen lässt sich direkt neben dem Auto ausbreiten; das kommt kleinen Kindern entgegen. Packen Sie warme Kleidung im Zwiebellook ein: Im Wald ist es mehrere Grad kühler als in Tiflis.

Sabaduri und andere Tagesausflüge ab Tiflis im Herbst

Für sich allein ergibt Sabaduri einen entspannten halben Tag: etwa 2 Stunden Fahrt und dazu eine bis drei Stunden im Wald. Für einen ganzen Tag kombinieren Sie den Ausflug mit einem dieser Ziele.

  1. Sioni-Stausee und Tianeti
    Fahren Sie hinter Ghulelebi etwa 30 Minuten weiter zum Sioni-Stausee in offener Hügellandschaft und von dort nach Tianeti. Das Städtchen im Bergland ist für Khinkali bekannt und für Dambalkhacho, einen kräftigen, gereiften Käse.
  2. Mzcheta
    Von Gldani ist es nicht weit zum Kloster Dschwari und zur Kathedrale Svetitskhoveli, deshalb ist dies die einfachste Kombination: vormittags der Wald, nach dem Mittagessen die alte Hauptstadt.
  3. Ananuri und der Zhinvali-Stausee
    Fahren Sie zurück Richtung Stadt und dann die Georgische Heerstraße hinauf zur Festung Ananuri. Unterwegs erreichen Sie vom Dorf Bodorna aus über eine rund 3 km lange Schotterpiste die Felssäule von Bodorna, einen 15 m hohen natürlichen Pfeiler mit einer Höhle, die in seinen Fuß gehauen ist.
  4. Kazbegi
    Wollen Sie in Stepantsminda übernachten? Ein früher Abstecher nach Sabaduri kostet etwa 2 bis 3 Stunden zusätzlich und lässt Ihnen trotzdem den Nachmittag für Gergeti. Die Nebenstraße von Tianeti über Zaridzeebi nach Zhinvali umgeht Tiflis, ist aber teilweise nicht asphaltiert und nach starkem Schneefall nur mit Geländewagen (4x4) befahrbar.

Unser Ratgeber zu Tagesausflügen ab Tiflis vergleicht die klassischen Ziele, und unser Ratgeber zu Georgien im Herbst folgt der Saison quer durchs Land, von Swanetien Ende September bis Tiflis im November.

Wir bieten Sabaduri als privaten Tagesausflug ab Tiflis an: zu einem Termin Ihrer Wahl, für jede Gruppengröße, mit Fahrer, einem Guide in Ihrer Sprache und ohne Altersgrenze für Kinder. Belassen Sie es bei einem halben Tag, verbinden Sie den Wald mit Mzcheta oder Ananuri, oder setzen Sie ihn an den Anfang einer Fahrt nach Kazbegi, am besten mit einer Übernachtung in Stepantsminda.

Sabaduri-Wald: häufige Fragen

Wo liegt der Sabaduri-Wald?

Im Nationalpark Tiflis, an der Straße Tiflis–Tianeti in der Region Mzcheta-Mtianeti, etwa 45 km nordöstlich des Zentrums von Tiflis. Die Fahrt über Gldani und Tskhvarichamia dauert etwa 1 Stunde.

Wann färbt sich der Sabaduri-Wald im Herbst?

Meist von Mitte Oktober bis Anfang November, am zuverlässigsten in der dritten und vierten Oktoberwoche. Der Höhepunkt verschiebt sich je nach Wetter von Jahr zu Jahr; sehen Sie sich deshalb vorher aktuelle Fotos an.

Wie komme ich ohne Auto zum Sabaduri-Wald?

Nehmen Sie am Busbahnhof Didube einen Minibus nach Tianeti oder Tskhvarichamia und bitten Sie den Fahrer, Sie im Wald aussteigen zu lassen. Klären Sie vor der Abfahrt, wann der letzte Minibus zurückfährt: Die Rückfahrt ist der knifflige Teil.

Gibt es Wanderwege im Sabaduri-Wald?

Noch keine markierten, auch wenn ein staatliches Wegeprojekt das ändern könnte. Von den Picknicklichtungen aus können Sie Forstwegen folgen; für eine markierte Wanderung bietet sich die nahe Route von Zedazeni nach Mamkoda an.

Liegt im Winter Schnee in Sabaduri?

Ja, am zuverlässigsten im Januar und Februar, manchmal bis Anfang März. Fahren Sie nach frischem Schneefall an einem klaren Tag unter der Woche, mit Winterreifen oder im Geländewagen (4x4).

Muss man für den Sabaduri-Wald Eintritt zahlen?

Nein. Der Nationalpark Tiflis verlangt für Spaziergänge oder Picknicks in Sabaduri keinen Eintritt; Sie zahlen nur für Essen, Ferienhäuschen oder eine geführte Tour.

Maspindzeli-Team

Einheimische Gastgeber und Guides mit Sitz in Tiflis. Wir sind jede Woche auf diesen Straßen unterwegs und aktualisieren diesen Ratgeber jede Saison.

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