Altes Schuamta und Neues Schuamta
Zwei Klöster im Wald oberhalb von Telavi: im Alten Schuamta drei Kirchen aus dem 5. bis 7. Jahrhundert, im Neuen Schuamta ein königliches Nonnenkloster aus dem 16. Jahrhundert.
Altes Schuamta und Neues SchuamtaFoto: Paata Vardanashvili, CC BY 2.0Schuamta (der Name bedeutet „zwischen den Bergen“) besteht aus zwei Klöstern im Wald an den Hängen des Tsiv-Gombori-Gebirges, etwa 7 km von Telavi entfernt. Das Alte Schuamta (Dzveli Shuamta) ist eine Lichtung mit drei Steinkirchen: einer dreischiffigen Basilika aus dem 5. Jahrhundert, einer Kuppelkirche aus dem 7. Jahrhundert, deren Grundriss an das Kloster Dschwari bei Mzcheta erinnert, und einer kleineren Kuppelkirche, ebenfalls aus dem 7. Jahrhundert. Hier leben keine Mönche, und der Ort wirkt still und ein wenig verwildert, mit Moos auf den Steinen und Vogelgesang in den Bäumen.
Das Neue Schuamta (Akhali Shuamta) liegt etwa 2 km entfernt an derselben Waldstraße und ist ein bewohntes Nonnenkloster, gegründet im 16. Jahrhundert. Seine Kirche birgt das Grab der Gründerin, Königin Tinatin Gurieli, und auch Angehörige der Familie Tschawtschawadse sind hier begraben, darunter der Dichter Alexander Tschawtschawadse. In der Kirche wird außerdem eine Kopie des Chachuli-Triptychons aufbewahrt, die dem Kloster einst geschenkt wurde; das Original befindet sich in Tiflis. Besuchen Sie zuerst das Neue Schuamta und läuten Sie am Tor; zu sehen bekommen Sie dort vor allem die Kirche.
Geschichte
Die Kirchen des Alten Schuamta stammen aus dem 5. bis 7. Jahrhundert. Nachdem das alte Kloster aufgegeben worden war, gründete Königin Tinatin Gurieli, die Gemahlin König Levans von Kachetien, im 16. Jahrhundert das Neue Schuamta; der Überlieferung nach wählte sie den Ort nach einem Traum. Später legte sie dort die Gelübde ab, und nach ihrem Tod 1591 wurde sie in der Kirche beigesetzt. Die sowjetischen Behörden schlossen das Kloster 1926; nach der Unabhängigkeit Georgiens kehrte das klösterliche Leben zurück.
Sehenswertes und Aktivitäten
- Drei Kirchen aus dem 5. bis 7. Jahrhundert im Alten Schuamta
- Das Grab der Königin Tinatin Gurieli im Neuen Schuamta
- Die Gräber der Familie Tschawtschawadse
- Waldspaziergänge an den Hängen des Gombori-Gebirges
Hinweise zum Besuch
Anreise
Beide Klöster liegen etwa 7 km westlich von Telavi, etwas abseits der Straße über den Gombori-Pass; mit dem Auto brauchen Sie rund 15 Minuten. An derselben Waldstraße liegen die beiden etwa 2 km auseinander. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht.
Reisezeit
Frühjahr bis Herbst; nach Regen kann die Waldstraße schlammig sein. Zeitbedarf vor Ort: 1–1,5 Std. für beide Klöster.
- Das Neue Schuamta ist ein Nonnenkloster: Frauen sollten den Kopf bedecken und einen Rock tragen, Männer lange Hosen.
- Im Alten Schuamta ist oft niemand, und Sie können in Ruhe fotografieren.
- Halten Sie hier auf dem Weg von Tiflis über den Gombori-Pass, oder verbinden Sie den Besuch mit Ikalto und Zinandali.
Wetter Altes Schuamta und Neues Schuamta
Grundlage ist das Klima am Bezugspunkt Telavi, 7 km entfernt. Am wärmsten ist es im August (tagsüber 31°), am kältesten im Januar (nachts −1°); pro Jahr fallen 754 mm Niederschlag. Beste Monate: Sept.
Altes Schuamta und Neues Schuamta: häufige Fragen
Worin unterscheiden sich Altes und Neues Schuamta?
Im Alten Schuamta stehen drei verlassene Kirchen aus dem 5. bis 7. Jahrhundert. Das etwa 2 km entfernte Neue Schuamta ist ein bewohntes Nonnenkloster aus dem 16. Jahrhundert, gegründet von Königin Tinatin Gurieli.
Wie komme ich von Telavi nach Schuamta?
Fahren Sie mit dem Auto oder Taxi etwa 7 km nach Westen Richtung Gombori-Pass und biegen Sie dann auf die Waldstraße zu den Klöstern ab. Regelmäßige öffentliche Verkehrsmittel gibt es nicht.
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Entfernungen in Luftlinie, Ausgangspunkt: Altes Schuamta und Neues Schuamta.





