Startseite›Reiseziele›Mingrelien und Oberswanetien›Kathedrale von Tsalenjikha
Kirchen & KlösterFreskenMittelalterliche KunstAbseits der Touristenpfade

Kathedrale von Tsalenjikha

Mittelalterliche Kathedrale in der Stadt Tsalenjikha, im späten 14. Jahrhundert vom Maler Cyrus Emanuel Eugenicus aus Konstantinopel ausgemalt.

Kathedrale von TsalenjikhaKathedrale von TsalenjikhaFoto: Alsandro, CC BY-SA 3.0

Die Kathedrale von Tsalenjikha, der Verklärung des Erlösers geweiht, gehört zu den bedeutendsten mittelalterlichen Kirchen Mingreliens, und doch finden nur wenige ausländische Reisende den Weg dorthin. Der zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert erbaute und erweiterte Bau steht in der Kleinstadt Tsalenjikha nordöstlich von Zugdidi. Berühmt ist die Kathedrale für die Wandmalereien in ihrem Inneren: In Auftrag gegeben hat sie Wameq I. Dadiani, im späten 14. Jahrhundert Herrscher über Mingrelien; gemalt hat sie Cyrus Emanuel Eugenicus, ein Künstler aus Konstantinopel. Werke eines namentlich bekannten byzantinischen Malers aus dieser Zeit sind in Georgien selten; für alle, die sich für mittelalterliche Kunst interessieren, ist die Kirche deshalb etwas Besonderes.

Die Malereien im verfeinerten spätbyzantinischen Stil der Reichshauptstadt sind für eine georgische Provinzkirche ungewöhnlich. Im Lauf der Jahrhunderte sind sie verblasst; lassen Sie sich also Zeit, bis sich Ihre Augen an das Halbdunkel im Inneren gewöhnt haben. Mit einer kleinen Taschenlampe erkennen Sie Einzelheiten besser. In der Kirche werden bis heute Gottesdienste gefeiert; verhalten Sie sich daher ruhig. Von Zugdidi aus ist Tsalenjikha ein bequemer Abstecher, und auf dem Weg nach Swanetien lässt sich der Besuch mit der Enguri-Staumauer bei Jvari verbinden.

Geschichte

Die Kathedrale wurde zwischen dem 12. und dem 14. Jahrhundert erbaut und erweitert. Im späten 14. Jahrhundert lud Wameq I. Dadiani, der von 1384 bis 1396 über Mingrelien herrschte und ein hohes Amt am georgischen Königshof bekleidete, den Maler Cyrus Emanuel Eugenicus aus Konstantinopel ein, die Kirche auszumalen. Die Fresken des Künstlers zählen zu den schönsten spätbyzantinischen Malereien, die in Georgien erhalten sind.

Sehenswertes und Aktivitäten

  • Die Fresken von Cyrus Emanuel Eugenicus aus dem späten 14. Jahrhundert
  • Die mittelalterliche Kathedrale der Verklärung Christi
  • Ein ruhiger Abstecher von Zugdidi Richtung Swanetien

Hinweise zum Besuch

Anreise

Tsalenjikha liegt rund 40 Autominuten nordöstlich von Zugdidi. Verbinden Sie den Besuch auf dem Weg nach Mestia mit der Enguri-Staumauer bei Jvari.

Reisezeit

Ganzjährig. Zeitbedarf vor Ort: 30–60 Min.

Tipps von Einheimischen
  • Bringen Sie für die Fresken im dämmrigen Inneren eine kleine Taschenlampe mit.
  • Kleiden Sie sich angemessen; hier finden Gottesdienste statt.
  • Fragen Sie, bevor Sie im Inneren fotografieren.

Wetter Kathedrale von Tsalenjikha

Grundlage ist das Klima am Bezugspunkt Zugdidi, 20 km entfernt. Am wärmsten ist es im August (tagsüber 30°), am kältesten im Januar (nachts 2°); pro Jahr fallen 1.847 mm Niederschlag. Beste Monate: Apr.–Mai, Sept.–Okt.

0°5°10°15°20°25°30°35°0125250 mmJanuar: 141 mmFebruar: 132 mmMärz: 173 mmApril: 128 mmMai: 142 mmJuni: 197 mmJuli: 171 mmAugust: 147 mmSeptember: 150 mmOktober: 177 mmNovember: 146 mmDezember: 143 mmJFMAMJJASOND

Wetter Zugdidi nach Monaten und 7-Tage-Vorhersage →

Kathedrale von Tsalenjikha: häufige Fragen

Wer hat die Fresken von Tsalenjikha gemalt?

Gemalt hat sie Cyrus Emanuel Eugenicus, ein Maler aus Konstantinopel. Eingeladen hatte ihn Wameq I. Dadiani, der von 1384 bis 1396 über Mingrelien herrschte.

Lohnt sich ein Abstecher zur Kathedrale von Tsalenjikha?

Ja, wenn Sie sich für mittelalterliche Kunst interessieren. Die spätbyzantinischen Fresken der Kathedrale sind in Georgien selten, und von Zugdidi aus ist der Abstecher in den Ort kurz.