Martvili-Canyon
Türkisfarbene Kalksteinschlucht an der Abascha bei Martvili, mit kurzen Stegen durch den Wald und Schlauchbootfahrten zwischen den Felswänden.
Martvili-CanyonFoto: Paata vardanashvili, CC BY-SA 4.0Der Martvili-Canyon, als Naturdenkmal Gachedili-Canyon geschützt, ist eine enge Kalksteinschlucht, die sich die Abascha nördlich der Stadt Martvili gegraben hat. Die Schlucht ist etwa 2,4 km lang und 50 bis 70 m tief, doch Besucher sehen nur einen kurzen, gut ausgebauten Abschnitt nahe dem Besucherzentrum in Inchkhuri. Ein 700 m langer Rundweg führt an drei Aussichtsplattformen, kleinen Brücken und einer historischen Kalksteintreppe vorbei, mit Blick hinunter auf blaugrünes Wasser und bemooste Felswände. Vom Anleger fahren Schlauchboote mit Guide etwa 300 m die Schlucht hinauf, vorbei an kleinen Wasserfällen, die über die Felsen herabstürzen.
Der Canyon gehört zu den meistbesuchten Natursehenswürdigkeiten Westgeorgiens; rechnen Sie im Sommer und an Wochenenden also mit Reisegruppen. Bei einem Tagesausflug ab Kutaisi lässt er sich gut mit dem Kloster Martvili und dem Balda-Canyon in Mingrelien verbinden oder mit dem Okatse-Canyon und dem Kinchkha-Wasserfall im benachbarten Imeretien. Im Jahr 2010 fand eine wissenschaftliche Expedition in den Felsen zwischen Gachedili und Inchkhuri rund 20 Dinosaurierspuren und Knochenfragmente: ein Hinweis darauf, wie alt diese Kalksteinlandschaft ist.
Geschichte
Für die Dadiani-Fürsten von Mingrelien war der Canyon ein beliebter Badeplatz, und der untere Weg heißt bis heute Dadiani-Pfad. Seine Kalksteintreppe mit 30 Stufen wird von der örtlichen Legende mit dem heiligen Georg vom Athos und König Dawit IV. dem Erbauer in Verbindung gebracht. In der Nähe des Canyons stehen die Reste einer zweistöckigen mingrelischen Mühle aus dem 18. oder 19. Jahrhundert. Heute ist die Schlucht als Naturdenkmal geschützt.
Sehenswertes und Aktivitäten
- Die Schlauchbootfahrt durch den engsten Abschnitt der Schlucht
- Der 700 m lange Rundweg mit drei Aussichtsplattformen
- Kleine Wasserfälle an den Felswänden des Canyons
- Der Dadiani-Pfad mit seiner alten Kalksteintreppe
Hinweise zum Besuch
Anreise
Das Besucherzentrum liegt im Dorf Inchkhuri, etwa 45 km (1 Stunde) von Kutaisi und etwa 280 km (4 Stunden) von Tiflis entfernt. Die Stadt Martvili liegt eine kurze Autofahrt weiter südlich.
Reisezeit
April bis November; bei Regen fahren keine Boote. Zeitbedarf vor Ort: 1–2 Std.
- Kommen Sie gleich zur Öffnung oder am späten Nachmittag, dann umgehen Sie die Reisegruppen.
- Kinder dürfen nur ins Boot, wenn sie größer als 1 m sind.
- Die Wege sind feucht; tragen Sie Schuhe mit griffiger Sohle.
- Baden ist im Canyon nicht erlaubt.
Wetter Martvili-Canyon
Am wärmsten ist es im August (tagsüber 30°), am kältesten im Januar (nachts 2°); pro Jahr fallen 1.873 mm Niederschlag. Beste Monate: Mai, Sept.–Okt.
Martvili-Canyon: häufige Fragen
Lohnt sich die Bootsfahrt im Martvili-Canyon?
Ja, wenn das Wasser ruhig ist. Die Fahrt ist kurz, rund 300 m, doch nur so gelangen Sie in den engsten, grünsten Teil der Schlucht und zu ihren Wasserfällen.
Lässt sich der Martvili-Canyon als Tagesausflug ab Kutaisi besuchen?
Ja. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde, und die meisten Tagesausflüge ab Kutaisi verbinden den Canyon mit dem Okatse-Canyon oder der Prometheus-Höhle.
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Entfernungen in Luftlinie, Ausgangspunkt: Martvili-Canyon.











