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Sehenswürdigkeiten in Borjomi: Quellen, Wanderwege und Tagesausflüge

Kurpark von Borjomi im SommerFoto: Kober, CC0
Inhalt
Das Wichtigste
  • Borjomi liegt rund 160 km und 2,5 bis 3 Autostunden westlich von Tiflis. Mit einer Übernachtung schaffen Sie den Kurpark, die Schwefelbecken und die Seilbahn; eine zweite Nacht lässt Zeit für eine Wanderung im Nationalpark, für Bakuriani oder für Wardsia.
  • Der Eintritt in den Kurpark kostet 2026 etwa 5 GEL (etwa 2 $), das Wasser der Katharinen-Quelle ist kostenlos. Für die Schwefelbecken rund 3 km weiter oben im Park und für die Seilbahn aufs Plateau lösen Sie jeweils eigene Tickets.
  • Der Romanow-Palast in Likani ist seit spätestens 2019 wegen Restaurierung geschlossen, Führungen gibt es nicht. Sie sehen ihn nur von außen durch den Zaun oder vom benachbarten Resorthotel aus.
  • Die Schmalspurbahn Kukushka nach Bakuriani fährt seit 2020 nicht mehr. Am 9. Oktober 2026 erklärte Georgiens Wirtschaftsministerin, sie solle im Dezember 2026 wieder in Betrieb gehen; erkundigen Sie sich, bevor Sie fest damit planen.
  • Der Eintritt in den Borjomi-Kharagauli-Nationalpark ist frei: Melden Sie sich im Besucherzentrum in der Meskheti-Straße an und wandern Sie dann auf dem 7 km langen Rundweg durch das Likani-Tal, auf dem 13 km langen Footprint Trail oder zwei bis vier Tage lang von Schutzhütte zu Schutzhütte.

Borjomi ist eine kleine Kurstadt auf rund 800 m inmitten der Kiefern- und Buchenwälder der Kura-Schlucht, 160 km westlich von Tiflis. Das salzige, natürlich sprudelnde Wasser, das ihren Namen trägt, wird in der gesamten früheren Sowjetunion getrunken. Wer die Sehenswürdigkeiten in Borjomi erkundet, findet vor allem einfache Freuden: an der warmen Quelle im Kurpark eine Flasche füllen, dem Bach 40 Minuten lang bis zu den Schwefelbecken unter freiem Himmel folgen, wegen der Aussicht mit der alten Seilbahn fahren und einen Tag auf einem markierten Wanderweg im Borjomi-Kharagauli-Nationalpark verbringen, der am Stadtrand beginnt.

Dieser Ratgeber zu Borjomi stellt jede Sehenswürdigkeit einzeln vor, mit Preisen für 2026. Er erklärt, was Sie vom Romanow-Palast in Likani sehen können und was nicht, ob die Schmalspurbahn Kukushka hinauf nach Bakuriani wieder fährt und wie Sie weiter zur Burg Rabati und zur Höhlenstadt Wardsia kommen. Außerdem finden Sie die Streckenlängen der Wanderwege nach Angaben der Parkverwaltung, Tipps zu Unterkunft und Essen, die besten Monate, Verbindungen ab Tiflis und Kutaisi sowie Routenvorschläge für einen bis drei Tage.

Sehenswürdigkeiten in Borjomi auf einen Blick

Borjomi entstand im 19. Jahrhundert als Sommerfrische der russischen Zarenfamilie, und der alte Kurort mit seinen geschnitzten Balkonen und Villen am Fluss ist bis heute gut zu erkennen. Fast alles, was Erstbesucher sehen möchten, liegt nur wenige Gehminuten vom Parkeingang entfernt; die wilde Seite, der Borjomi-Kharagauli-Nationalpark, beginnt dagegen in Likani am westlichen Stadtrand.

Lohnt sich die Reise? Ja, wenn Sie Waldspaziergänge, warmes Mineralwasser und den verblassten Charme der Zarenzeit mögen; außerdem ist Borjomi der naheliegende Übernachtungsort zwischen Tiflis und Wardsia. Wer Gletscher und 4.000 m hohe Gipfel sucht, ist in Kazbegi oder Swanetien besser aufgehoben.

UnternehmungWoZeitbedarfKosten 2026 (ca.)
Das Wasser der Katharinen-Quelle probierenKurpark, gleich hinter dem Eingang30 Min.Parkeintritt etwa 5 GEL; das Wasser ist kostenlos
Zu den Schwefelbecken unter freiem Himmel gehenOberes Ende des Kurparks2,5–3 Std. mit BadEtwa 15 GEL für die Becken
Mit Seilbahn und Riesenrad fahrenTalstation neben dem ParkeingangEtwa 1 Std.Etwa 15 GEL für die einfache Fahrt mit der Seilbahn
Firuze und die Villen der Romanow-Zeit ansehenStraßen, die zum Park führen45 Min.Kostenlos
Das Heimatmuseum besuchenGegenüber dem Park auf der anderen Flussseite1 Std.Etwa 5 GEL
Den Palast von Likani von außen ansehenLikani, westlicher Stadtrand30 Min.Kostenlos; kein Zutritt
Auf dem Rundweg durch das Likani-Tal oder dem Footprint Trail wandernRangerstation Likani4–6 Std.Kostenlos; vorher anmelden
Das Grüne Kloster besuchenChitakhevi, ca. 9 km westlich1 Std.Kostenlos; Spende erwünscht
Die Fresken von Timotessubani ansehenCa. 17 km östlichEtwa 2 Std. inkl. FahrtKostenlos
Nach Bakuriani hinauffahren30 km bergaufHalber TagIm Winter Skilifte extra
Tagesausflug zur Burg Rabati und nach Wardsia50–110 km südwestlichGanzer TagEtwa 20 GEL Rabati, etwa 15 GEL Wardsia

Kurpark und Mineralquellen von Borjomi

Der Kurpark, auch Mineralwasserpark genannt, zieht sich oberhalb des Stadtzentrums etwa einen Kilometer weit durch das enge Tal des Borjomula-Bachs: schattige Wege, Fußgängerbrücken, Cafés, ein kleiner Vergnügungspark für Kinder und, gleich hinter dem Eingang, die Quelle, um die herum der Kurort entstand. Links vom Eingang steht die Backsteinhalle einer frühen Abfüllanlage, in der Archivfotos hängen.

Soldaten des Chersoner Grenadierregiments reinigten 1829 die Quellen. 1841 brachte der Statthalter Jewgeni Golowin seine kranke Tochter Jekaterina hierher, und nach ihrer Genesung erhielt die erste Quelle ihren Namen: Katharinen-Quelle. Ab den 1860er-Jahren gehörte das Gut den Romanows, und um 1900 wurde sein Wasser bereits im ganzen Zarenreich verkauft.

Heute fließt die Katharinen-Quelle unter einem verglasten Pavillon nahe dem Eingang, und eine Flasche an ihren Hähnen abzufüllen kostet nichts. Erwarten Sie nicht das gekühlte, spritzige Getränk aus dem Laden: Direkt aus dem Boden ist das Wasser lauwarm, salzig und nur leicht perlend, mit einem kräftigen mineralischen Nachgeschmack, den viele Erstbesucher seltsam finden. Es handelt sich um ein Natrium-Hydrogencarbonat-Wasser vulkanischen Ursprungs, das von natürlichem Kohlendioxid an die Oberfläche gedrückt wird; heute wird es in mehr als 30 Länder exportiert.

Eine Flasche mitbringenNehmen Sie eine wiederbefüllbare Flasche mit oder kaufen Sie an einem Kiosk beim Eingang eine leere. Das Wasser ist stark mineralisiert: Trinken Sie also einen Becher, keinen Liter, und fragen Sie vorher Ihren Arzt, wenn Sie sich salzarm ernähren.

2026 kostete der Eintritt in den Park etwa 5 GEL (etwa 2 $), kleine Kinder hatten freien Eintritt, und Besucher berichteten, dass vor etwa 9:00 Uhr niemand kassierte. Die Tore öffnen das ganze Jahr über früh und schließen am Abend. Unter der Woche ist es morgens ruhig; an Sommerwochenenden drängen sich ab dem späten Vormittag Busgruppen und Familien aus Tiflis auf den unteren Wegen.

Die Schwefelbecken von Borjomi: Waldweg und Bäder

Den schönsten halben Tag in Borjomi verbringen Sie auf dem Weg zu den Schwefelbecken am oberen Ende des Parks. Hinter dem Vergnügungspark endet das Pflaster, und ein breiter, fast ebener Weg folgt der Borjomula unter hohen Buchen und Tannen bachaufwärts und wechselt über kleine Brücken immer wieder das Ufer. Vom Eingang sind es rund 2,5 bis 3 km oder 35 bis 45 Minuten zu Fuß. Nach Regen wird der Weg schlammig; tragen Sie daher feste Schuhe statt Flipflops.

Die Bäder gehen auf den Kurort der Romanows zurück und wurden in den 2000er-Jahren neu gebaut. Die Becken unter freiem Himmel auf einer Waldlichtung werden von schwefelhaltigem Quellwasser mit etwa 30 bis 32 °C gespeist, viel kühler als in den Badehäusern von Tiflis: angenehm an einem Sommernachmittag und am schönsten im Winter, wenn Dampf in die verschneiten Zweige steigt. Es gibt Umkleidekabinen, Toiletten und Liegen zum Mieten. Für die Becken zahlen Sie zusätzlich zum Parkeintritt, 2026 Berichten zufolge etwa 15 GEL (rund 5,50 $); ältere Reiseführer nennen 5 GEL. Falls Ihnen das Gehen schwerfällt: Am Eingang warten Fahrer mit Geländewagen (4x4), die Sie zu einem ausgehandelten Preis über die Forststraße hinaufbringen.

Was Sie für die Becken einpacken solltenBadekleidung, ein Handtuch, Sandalen und einen Beutel für nasse Sachen. Silberschmuck lassen Sie besser zu Hause, denn Schwefelwasser färbt ihn schwarz. Kommen Sie unter der Woche vormittags: Die Becken sind klein, und an einem Sommersamstag sind sie mittags überfüllt.

Seilbahn, Riesenrad und das Borjomi der Romanow-Zeit

Die Seilbahn startet neben dem Parkeingang und bringt Sie in etwa zwei Minuten den bewaldeten Hang hinauf an den Rand des Plateaus von Borjomi, wo ein Riesenrad und ein paar Cafés über Stadt und Schlucht blicken. 2026 kostete eine Fahrt rund 15 GEL (etwa 5,50 $) einfach oder 30 GEL hin und zurück; das Riesenrad wird extra bezahlt. Heben Sie sich die Fahrt für einen klaren Abend auf, und wenn Ihre Beine noch frisch sind, gehen Sie durch den Wald zu Fuß hinunter.

Firuze, das Museum und die Straßen des alten Kurorts

Am schönsten lässt sich die Kurarchitektur in der Straße bewundern, die zum Parkeingang führt: Datschen mit Laubsägeverzierungen an den Balkonen, bemalten Giebeln und breiten Veranden. Am Eingang steht Firuze, ein Haus mit blau abgesetzten Verzierungen, das 1892 für den iranischen Konsul Mirza Riza Khan erbaut wurde; unter seinem oberen Balkon glitzern persische Spiegelmosaike. Heute ist darin ein Hotel untergebracht; genießen Sie den Anblick daher von der Straße aus.

Auf der anderen Seite der Kura ist das Heimatmuseum von Borjomi in einem Gebäude von 1890 untergebracht, das für die Gutsverwaltung der Romanows entworfen wurde. Zu seinen mehr als 40.000 Objekten gehören Möbel und Geschirr aus dem Palast von Likani, alte Borjomi-Flaschen und -Etiketten sowie Ausstellungen zur Tierwelt des Parks: bei Regen die beste Adresse im Ort. 2026 kostete eine Eintrittskarte etwa 5 GEL (etwa 2 $); geöffnet war das Museum etwa von 10:00 bis 18:00 Uhr, im Winter kürzer. Eine kostenlose Aussicht bietet die Ruine der Festung Gogia, einst Teil einer Kette mittelalterlicher Türme, die über die Schlucht wachten; hinauf führt ein kurzer, steiler Pfad.

Likani und der Romanow-Palast: Ist ein Besuch möglich?

Likani am westlichen Stadtrand von Borjomi war der private Winkel des Romanow-Guts. In den 1890er-Jahren ließ Großfürst Nikolai Michailowitsch, ein Enkel von Zar Nikolaus I., hier nach Plänen des Architekten Leonti Benois in einem Park über der Kura einen Sommerpalast bauen. Um ihn zu beleuchten, entstand 1898 in Likani ein kleines Wasserkraftwerk, eines der ersten im Russischen Kaiserreich. Später nutzte die sowjetische Führung den Palast, und nach der Unabhängigkeit wurde er zur Staatsresidenz.

Die kurze Antwort für Besucher lautet: Nein, hinein kommen Sie nicht. Der Palast ist seit spätestens 2019 wegen Restaurierung geschlossen, das Gelände ist eingezäunt und bewacht, und eine Kasse gibt es nicht. Ein Museum im Palast wurde zwar in Aussicht gestellt, doch bis Oktober 2026 war kein Eröffnungstermin bekannt gegeben. Vom Zaun aus erhaschen Sie durch die Bäume einen Blick auf die Fassade, und wer im benachbarten Resort Borjomi Likani wohnt, blickt vom Hotelgelände aus in den Palastpark.

Suchen Sie keinen HintereingangÄltere Blogbeiträge beschreiben einen Pfad entlang der stillgelegten Bahnstrecke; die Brücke auf diesem Weg ist inzwischen verschlossen, und das Anwesen ist geschütztes Staatseigentum. Wenn Ihnen viel daran liegt, fragen Sie vor dem Besuch im Besucherzentrum des Nationalparks oder in Ihrem Hotel nach, ob der Palast inzwischen geöffnet hat.

Einen Besuch lohnt Likani trotzdem, wegen seiner eigenen Mineralquellen und der Rangerstation, an der die wichtigsten Wanderwege des Parks beginnen; örtliche Minibusse und Taxis sind vom Zentrum aus in wenigen Minuten dort.

Wandern im Borjomi-Kharagauli-Nationalpark: Touren ab Borjomi

Der Borjomi-Kharagauli-Nationalpark wurde 1995 mit Unterstützung des WWF und der deutschen Bundesregierung gegründet. Der Park selbst umfasst etwa 85.000 ha des Meskheti-Gebirges westlich der Stadt, von trockenen Kiefernhängen über der Kura bis zu feuchtem kolchischem Wald und Almwiesen. Der Eintritt ist frei, doch alle Wanderer müssen sich zuerst im Besucherzentrum des Parks in der Meskheti-Straße 23 anmelden; die Mitarbeiter geben Karten aus, informieren über die Verhältnisse und buchen Betten in den Schutzhütten. 2026 war es unter der Woche etwa von 9:00 bis 18:00 Uhr und am Wochenende von 9:00 bis 16:00 Uhr geöffnet.

Weg (Nummer im Park)StartStrecke und GehzeitWas Sie erwartet
Informationspfad (7)Besucherzentrum, Borjomi3 km Rundweg, 1,5–2 Std.Erst ein knackiger Anstieg, dann eine leichte Runde oberhalb der Stadt
Likani-Tal (12)Rangerstation Likani7 km Rundweg, etwa 4 Std.Entlang des Kamms von Chitakhevi, mit Blick hinunter in die Schlucht
Footprint Trail (6)Rangerstation Likani13 km Streckenwanderung, etwa 6 Std.Uralte Eiben, Aussicht vom Kamm, steiler Abstieg nach Kvabiskhevi
Nikolai-Romanow-Weg (1)Rangerstation Likani43 km, 3 TageÜber den Lomismta (2.198 m) mit zwei Hüttennächten bis Marelisi
Panoramaweg (3)Rangerstation Atskuri34 km Rundweg, 2 TageÜbernachtung in der Schutzhütte Amarati nahe den sommerlichen Hirtenlagern
St.-Andreas-Weg (2)Rangerstation Atskuri54 km, 4 TageÜber den Sametskhvario (2.642 m), den höchsten Punkt des Parks
Schneeschuhroute (10)Rangerstation Likani15,5 km, 2 TageWinterrunde mit einer Nacht in der Schutzhütte Chitakhevi

Die Rangerstation Likani liegt rund 5 km vom Besucherzentrum entfernt, Atskuri rund 27 km weiter an der Straße nach Achalziche. Auf dem Footprint Trail kommen Sie an Eiben vorbei, deren Alter auf 800 bis 1.000 Jahre geschätzt wird, bevor es steil ins Tal von Kvabiskhevi hinuntergeht. Höchster Punkt des Romanow-Wegs ist der Lomismta, wo im Mai und Juni Rhododendren blühen und sich an einem der seltenen klaren Tage weit im Norden der Elbrus zeigt.

Ein Bett in einer Schutzhütte kostet 2026 etwa 30 GEL (etwa 11 $) pro Nacht, ein Stellplatz für das Zelt etwa 10 GEL; anderswo im Park ist Zelten nicht erlaubt, und Ihre Verpflegung tragen Sie selbst. Unsere Seite zum St.-Andreas-Weg beschreibt die viertägige Durchquerung Etappe für Etappe, und die fünftägige Trekkingtour weiter unten verbindet den Park mit Rabati und Wardsia.

Das Ende des Footprint Trails vorab planenDer Weg endet in Kvabiskhevi, einem Dorf an der Straße nach Achalziche, in dem kaum Taxis fahren; vereinbaren Sie daher schon vor dem Aufbruch eine Abholung. Der letzte Abstieg ist steil und nach Regen rutschig; Trekkingstöcke helfen.

Schmalspurbahn Kukushka nach Bakuriani: Fährt sie 2026?

Noch nicht. Die Kukushka (russisch für „Kuckuck“) ist die 1902 eröffnete Schmalspurbahn, die sich rund 37 km von Borjomi in die Berge hinauf zum Skiort Bakuriani auf etwa 1.700 m windet. Unterwegs überquert sie bei Tsemi eine eiserne Brücke, die der Firma von Gustave Eiffel zugeschrieben wird. Im Frühjahr 2020 wurde der Betrieb eingestellt. Im April 2026 ordnete die Regierung eine vollständige Erneuerung von Gleisen, Zügen und Bahnhöfen an, und am 9. Oktober 2026 erklärte Wirtschaftsministerin Mariam Kvrivishvili, die Arbeiten seien fast abgeschlossen und die Strecke solle im Dezember 2026 wieder in Betrieb gehen. Bis Mitte Oktober waren weder ein Fahrplan noch Fahrpreise veröffentlicht.

Bis die Bahn wieder fährt, schaffen Minibusse und Taxis die 30 km lange Straße nach Bakuriani in etwa 40 Minuten. Bei Schnee sind auf dieser Straße Winterreifen oder Schneeketten nötig, und die Fahrer in Borjomi kennen die Verhältnisse.

Bakuriani lohnt zu jeder Jahreszeit ein paar Stunden: im Sommer mit Fichtenwald und einem alpinen botanischen Garten, von Ende Dezember bis März mit Georgiens beliebtesten Skipisten für Familien. Pisten und Skipässe stellt unser Vergleich der Skigebiete Georgiens vor.

Rund 17 Straßenkilometer östlich von Borjomi liegt das Kloster Timotessubani, die stille Überraschung der Gegend: eine Kirche Mariä Himmelfahrt aus rosafarbenem Stein, erbaut unter Königin Tamar; ihre spätestens in den 1220er-Jahren vollendeten Wandmalereien zählen zu den schönsten des Goldenen Zeitalters Georgiens. Nur wenige Gruppen nehmen den Umweg auf sich; verbinden Sie den Besuch mit der Fahrt nach Bakuriani.

Tagesausflüge ab Borjomi: Grünes Kloster, Rabati und Wardsia

Südwestlich der Stadt zwängt sich die Kura durch den engsten Abschnitt ihrer bewaldeten Schlucht, bevor sie sich zum Becken von Samzche öffnet. Die Straße am Fluss verbindet ein Kloster im Wald, eine mittelalterliche Bischofsfestung, die restaurierte Burg von Achalziche und die Höhlenstadt Wardsia: der klassische Tagesausflug ab Borjomi.

StationAb BorjomiFahrzeitZeitbedarf
Grünes Kloster, ChitakheviCa. 9 km, dann 1,2 km Fahrweg15 Min.45 Min.–1 Std.
Festung AtskuriCa. 27 km35 Min.30–45 Min.
Burg Rabati, AchalzicheCa. 50 kmEtwa 1 Std.1,5–2 Std.
Kloster SaparaCa. 65 kmEtwa 1,5 Std.1 Std.
Festung KhertvisiCa. 90 kmEtwa 1 Std. 45 Min.20–30 Min.
Höhlenkloster WardsiaCa. 110 km2–2,5 Std.2–3 Std.

Das Grüne Kloster (georgisch Mzwane Monasteri) ist eine dem heiligen Georg geweihte Basilika aus dem späten 9. oder dem 10. Jahrhundert, versteckt in einer feuchten Seitenschlucht bei Chitakhevi. Seine Mauern bestehen aus grobem Bruchstein, doch Säulen und Bögen sind aus grünlichem Gestein gehauen, daher der Name. Ein schmaler Fahrweg steigt von der Hauptstraße rund 1,2 km an einem Bach entlang hinauf; gehen Sie ihn möglichst zu Fuß, denn Moos, Farne und das rauschende Wasser machen den halben Reiz aus. 2003 kehrten Mönche zurück; bedecken Sie daher Schultern und Knie und sprechen Sie leise.

In den Mauern von Rabati, der stark restaurierten Zitadelle über Achalziche, drängen sich eine Kirche, eine Moschee aus dem 18. Jahrhundert und ein Palast der Dschaqeli; ausländische Erwachsene zahlten 2026 für den oberen Teil etwa 20 GEL (etwa 7,50 $). Wardsia, die von Höhlenräumen durchzogene Felswand, die König Giorgi III. begann und Königin Tamar um 1200 vollendete, kostete etwa 15 GEL (rund 5,50 $). Seit dem Felssturz im Mai 2026 ist ein Teil der Felswand abgesperrt, doch den größten Teil können Sie weiterhin begehen.

Von Borjomi nach Wardsia und zurück sind es etwa 220 km, also 4,5 bis 5 Stunden reine Fahrzeit ohne Stopps. Als Tagesausflug ist das machbar, doch dann erreichen Sie die Felswand in der Mittagshitze. Besser ist eine Übernachtung bei Wardsia oder in Achalziche: Sie sehen die Höhlen in der Morgenkühle und fahren im Sommer über die Hochebene von Dschawachetien zurück. Unsere zweitägige private Tour ab Tiflis folgt genau diesem Plan, zu Reiseterminen Ihrer Wahl, für jede Gruppengröße und mit einem Guide in Ihrer Sprache.

Übernachten und Essen in Borjomi

LageIdeal fürWas Sie erwartet
Straßen rund um den ParkeingangErstbesucher und WandererHistorische Villen, Gästehäuser und Boutiquehotels wenige Minuten von der Quelle
Flussseite mit dem BahnhofGünstige Unterkünfte und öffentliche VerkehrsmittelGästehäuser und Ferienwohnungen nahe Busbahnhof, Markt und Geschäften
LikaniKurzurlaub mit SpaGroße Resorthotels mit Mineralwasser-Anwendungen, direkt an den Ausgangspunkten der Wanderwege im Nationalpark
Dörfer auf dem Plateau: Tsaghveri, Tsemi, LibaniFamilien mit AutoFerienhäuschen und Gästehäuser im Kiefernwald, kühlere Nächte, ruhige Abende
BakurianiWintersportSkihotels 30 km bergauf, außerhalb der Skisaison preiswert

Im oberen Preissegment steht das Crowne Plaza nahe dem Parkeingang, das Golden Tulip ist in Firuze untergebracht, und das Resort Borjomi Likani liegt neben dem Palastgelände. Familiengeführte Gästehäuser an den Hängen kosten nur einen Bruchteil davon und kochen oft auch das Abendessen. Für Wochenenden im Juli und August sowie für den Jahreswechsel sollten Sie früh buchen.

Was Sie in Borjomi essen sollten

Borjomi gehört zu Meskheti, dessen Küche sich von der in Tiflis oder Kachetien unterscheidet. Bestellen Sie Tashmijabi, Kartoffelpüree, das mit jungem Käse gerührt wird, bis es lange Fäden zieht; Apokhti, nach alter meschetischer Art gesalzenes und getrocknetes Fleisch; und Forellen aus den kalten Bächen der Schlucht. Am Weg zum Park reihen sich Cafés, doch die besseren Familienlokale liegen ein paar Straßen dahinter auf beiden Seiten des Flusses, und ein Abendessen im Gästehaus ist oft das beste Essen des ganzen Aufenthalts.

Als Mitbringsel eignen sich ein Glas Kiefernzapfenkonfitüre aus jungen grünen Zapfen, die im späten Frühjahr gesammelt und im Ganzen in Sirup gekocht werden, ein Töpfchen Kastanienhonig und Kevi, ein zäher Kaugummi aus Kiefernharz, der hier in der Gegend hergestellt wird. Alle drei gibt es an Ständen nahe dem Parkeingang und auf dem Markt.

So kommen Sie von Tiflis und Kutaisi nach Borjomi

Borjomi liegt an einer Straße und einer Bahnlinie, die bei Chaschuri von Georgiens wichtigster Ost-West-Fernstraße nach Süden abzweigen; so erreichen Sie den Ort bequem aus dem Osten wie aus dem Westen des Landes. Wenn Sie am Flughafen Tiflis oder Kutaisi starten, rechnen Sie etwa eine halbe Stunde mehr.

AbMit dem AutoÖffentliche Verkehrsmittel 2026
TiflisCa. 160 km, 2,5–3 Std. über Gori und ChaschuriMarschrutka ab Didube etwa stündlich zwischen 8:00 und 19:00 Uhr, 12–15 GEL, 2,5–3 Std.; langsamer Elektrozug ein- bis zweimal täglich, etwa 4–4,5 Std., wenige GEL
KutaisiCa. 150 km, etwa 2,5 Std. über Zestaponi und ChaschuriMorgens einige direkte Minibusse, etwa 15 GEL und etwa 3 Std.; sonst jeder Bus Richtung Osten bis Chaschuri, dort weiter mit einem örtlichen Minibus
BatumiCa. 300 km, etwa 5 Std. über KutaisiZug oder Bus bis Chaschuri, dann Minibus; im Sommer ist die Straße über den Goderdzi-Pass und Achalziche eine landschaftlich reizvolle Alternative
Bakuriani30 km, etwa 40 Min.Minibusse und Taxis; die Schmalspurbahn Kukushka soll ab Dezember 2026 wieder fahren

Mit eigenem Auto oder privatem Fahrer können Sie die Fahrt ab Tiflis an der Höhlenstadt Uplistsikhe und an der Festung Surami unterbrechen; unsere Seite zur Route Tiflis–Borjomi nennt die Stopps und die Fahrzeugpreise. Der Elektrozug hält am Bahnhof Borjomi Parki, der näher am Park liegt, und sein Fahrplan ändert sich; prüfen Sie die Zeiten daher am Hauptbahnhof Tiflis oder auf railway.ge. Im Ort erreichen Sie alles zu Fuß, Taxis warten am Busbahnhof, und ein Auto brauchen Sie nur für Timotessubani, den Ausgangspunkt in Atskuri und Wardsia.

Beste Reisezeit für Borjomi und wie viele Tage Sie bleiben sollten

Auf rund 800 m ist es in Borjomi im Sommer ein paar Grad kühler als in Tiflis, und im Winter wird es richtig kalt. Im Juli liegen die mittleren Höchstwerte bei etwa 28 °C, im Januar die mittleren Tiefstwerte bei etwa −4 °C, und pro Jahr fallen rund 630 mm Niederschlag, am meisten im späten Frühjahr.

JahreszeitWetterIdeal für
April bis MaiFrisches Grün im Wald, häufige SchauerSpaziergänge im Park, die tiefer gelegenen Wege, ab Mai Rhododendren am Lomismta
Juni bis AugustWarme Tage, kühle Nächte, volle WochenendenSchwefelbecken, lange Wanderungen und Hüttentouren
September bis Anfang NovemberBeständiges Wetter; Laubfärbung ab Mitte Oktober am schönstenFootprint Trail, Fotografieren, Hirschbrunft
Dezember bis MärzSchnee und kurze Tage, Temperaturen um den GefrierpunktWarme Becken im Schnee, Schneeschuhrouten, Skifahren in Bakuriani

Wer ruhige Wege sucht, kommt unter der Woche im Mai, Juni, September oder Oktober. Am vollsten ist es an den Wochenenden im Juli und August und in der Woche um Neujahr.

Wie viele Tage in Borjomi?

  1. 1 Tag ab Tiflis
    Fahren Sie spätestens um 8:00 Uhr los. Probieren Sie das Quellwasser, wandern Sie zu den Schwefelbecken hinauf und nehmen Sie ein Bad, essen Sie im Ort, fahren Sie mit der Seilbahn und halten Sie auf dem Rückweg am Grünen Kloster. Rechnen Sie insgesamt mit 5 bis 6 Stunden im Auto.
  2. 2 Tage
    Den ersten Tag gestalten Sie wie oben, ergänzt um Firuze und das Museum. Am zweiten Tag melden Sie sich im Besucherzentrum an und wandern auf einem der Wege bei Likani, oder Sie fahren über Timotessubani hinauf nach Bakuriani.
  3. 3 Tage
    Nehmen Sie Rabati und Wardsia mit einer Übernachtung bei den Höhlen dazu und fahren Sie dann von Mai bis Oktober über die Hochebene von Dschawachetien zurück, im Winter wieder hinunter durch die Kura-Schlucht.

Jede unserer privaten Touren lässt sich um einen Wandertag im Nationalpark ergänzen.

Borjomi: häufige Fragen

Lohnt sich ein Besuch in Borjomi?

Ja, für ein oder zwei Nächte: Es gibt einen historischen Kurpark, warme Quellen und Schwefelbecken, leichte Waldwanderungen und einen der am besten organisierten Nationalparks Georgiens, und Borjomi liegt auf dem Weg nach Wardsia. Wer hohe Gipfel sucht, fährt besser nach Kazbegi oder Swanetien.

Wie viele Tage braucht man für Borjomi?

Ein ganzer Tag reicht für den Park, die Becken und die Seilbahn. Ein zweiter Tag lässt Zeit für eine Wanderung im Nationalpark oder für Bakuriani, und am dritten fahren Sie weiter nach Rabati und Wardsia.

Ist der Eintritt in den Kurpark von Borjomi kostenlos?

Nein. 2026 kostete der Eintritt etwa 5 GEL (rund 2 $), allerdings soll man frühmorgens kostenlos hineinkommen. Das Quellwasser im Park kostet nichts, für die Schwefelbecken und die Seilbahn zahlen Sie dagegen extra.

Kann man das Wasser der Quelle in Borjomi bedenkenlos trinken?

Ja. Es ist dasselbe Mineralwasser, das auch in Flaschen abgefüllt wird, nur warm und mit weniger Kohlensäure. Weil es stark mineralisiert ist, reichen ein oder zwei Becher, und wer sich salzarm ernährt, sollte vorher einen Arzt fragen.

Fährt die Schmalspurbahn Kukushka von Borjomi nach Bakuriani?

Nein, Stand Mitte Oktober 2026 noch nicht. Die Strecke ist seit 2020 außer Betrieb, und die Wirtschaftsministerin erklärte Anfang Oktober 2026, sie solle nach einer vollständigen Erneuerung im Dezember wieder in Betrieb gehen. Bis dahin fahren Minibusse und Taxis in etwa 40 Minuten nach Bakuriani.

Lässt sich der Palast von Likani in Borjomi von innen besichtigen?

Nein. Der Romanow-Palast ist wegen Restaurierung geschlossen und wird bewacht; Stand Oktober 2026 gibt es keine öffentlichen Führungen. Sie können ihn durch den Zaun sehen, und Gäste des benachbarten Resorts Borjomi Likani sehen ihn vom Hotelgelände aus.

Wie komme ich von Tiflis nach Borjomi?

Marschrutkas fahren tagsüber etwa einmal pro Stunde vom Busbahnhof Didube ab und brauchen 2,5 bis 3 Stunden; 2026 kostete die Fahrt 12 bis 15 GEL. Mit dem Auto oder einem privaten Transfer sind Sie nicht langsamer und können in Uplistsikhe oder Surami halten, während der Elektrozug über 4 Stunden braucht.

Lassen sich Borjomi und Wardsia an einem Tag besuchen?

Ab Tiflis ist das möglich, aber anstrengend: Sie sitzen etwa 8 Stunden im Auto. Mit Borjomi als Standquartier werden Rabati und Wardsia zu einem vollen, aber entspannten Tag. Am besten planen Sie zwei Tage mit einer Übernachtung bei Wardsia ein.

Maspindzeli-Team

Einheimische Gastgeber und Guides mit Sitz in Tiflis. Wir sind jede Woche auf diesen Straßen unterwegs und aktualisieren diesen Ratgeber jede Saison.

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