Nikorzminda-Kathedrale
Kathedrale aus den Jahren 1010 bis 1014 südlich von Ambrolauri, überzogen von einigen der feinsten Reliefs Georgiens.
Nikorzminda-KathedraleFoto: Yasuhiro Kojima, CC BY-SA 2.0Die Nikorzminda-Kathedrale steht im Dorf Nikorzminda an einem Hang südlich von Ambrolauri und blickt über die Täler von Racha. Sie wurde zwischen 1010 und 1014 unter Bagrat III. erbaut und gehört zu den großen Werken der mittelalterlichen georgischen Baukunst. Ihre glatten Steinfassaden sind von Blendarkaden gerahmt und mit gemeißelten Reliefs überzogen: Sie zeigen die Verklärung Christi, das Jüngste Gericht und die Kreuzerhöhung, die Heiligen Georg und Theodor sowie eine ganze Schar realer Tiere und Fabelwesen.
Gehen Sie vor dem Eintreten langsam um die Kirche herum, denn der Reliefschmuck ist hier die Hauptsache. Innen bedecken Fresken aus dem 17. Jahrhundert die Wände, draußen steht neben der Kirche ein Glockenturm aus dem 19. Jahrhundert. In Nikorzminda werden bis heute Gottesdienste gefeiert, und die Kathedrale steht auf der Tentativliste, die Georgien für das UNESCO-Welterbe aufgestellt hat. Sie liegt nahe der Hauptstraße aus Kutaisi, sodass sich auf dem Weg nach Ambrolauri oder zurück leicht ein Halt einlegen lässt.
Geschichte
Die Kathedrale entstand zwischen 1010 und 1014, kurz nachdem Bagrat III. die georgischen Königreiche vereint hatte. 1534 ließ Bagrat III. von Imeretien sie instand setzen, und im 17. Jahrhundert wurde der Innenraum ausgemalt. Der Glockenturm stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Erdbeben von Racha 1991 beschädigte den Bau, der später restauriert wurde. Heute führt Georgien die Kathedrale unter seinen Kandidaten für das UNESCO-Welterbe.
Sehenswertes und Aktivitäten
- Die Reliefs der Verklärung Christi und des Jüngsten Gerichts
- Die gemeißelten Tiere und Fabelwesen an den Fassaden
- Die Fresken aus dem 17. Jahrhundert im Innenraum
- Der Blick über die Täler von Racha
Hinweise zum Besuch
Anreise
Die Kathedrale liegt etwa 30 Autominuten südlich von Ambrolauri, nahe der Hauptstraße, die von Kutaisi über den Nakerala-Pass kommt. Von Kutaisi aus sind Sie etwa 1,5 Stunden unterwegs.
Reisezeit
Mai bis Oktober. Zeitbedarf vor Ort: 45 Min.–1 Std.
- Achten Sie vor dem Betreten darauf, dass Schultern und Knie bedeckt sind; Frauen tragen außerdem einen Rock und bedecken das Haar mit einem Tuch
- Nehmen Sie für die höher gelegenen Reliefs ein Fernglas oder ein Zoomobjektiv mit
- Legen Sie hier auf der Fahrt zwischen Kutaisi und Ambrolauri einen Halt ein
- Verbinden Sie den Besuch mit dem Shaori-Stausee wenige Kilometer weiter südlich
Wetter Nikorzminda-Kathedrale
Grundlage ist das Klima am Bezugspunkt Ambrolauri, 8 km entfernt. Am wärmsten ist es im August (tagsüber 31°), am kältesten im Januar (nachts −3°); pro Jahr fallen 1.055 mm Niederschlag. Beste Monate: Mai, Sept.–Okt.
Nikorzminda-Kathedrale: häufige Fragen
Wann wurde die Nikorzminda-Kathedrale erbaut?
Sie wurde in den Jahren 1010 bis 1014 errichtet, als König Bagrat III. auf dem Thron saß. Die Fresken im Inneren kamen später hinzu, im 17. Jahrhundert.
Gehört Nikorzminda zum UNESCO-Welterbe?
Noch nicht. Die Kathedrale steht auf Georgiens Tentativliste der UNESCO, wurde aber bisher nicht in die Welterbeliste aufgenommen.
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