Kasbek-Besteigung
Eine achttägige geführte Expedition zum Gipfel des Kasbek auf der klassischen Route von Stepantsminda über den Gergeti-Gletscher, mit zwei Akklimatisierungstagen, Gletscherschulung und einem Reservetag für schlechtes Wetter. Der Kasbek ist ein ruhender Vulkan in der Choch-Kette, einem Ausläufer knapp nördlich der Hauptwasserscheide des Kaukasus, an der Grenze zu Russland.
KreuzpassFoto: georgia.travelDer Kasbek, georgisch Mkinvartsveri, erhebt sich bis auf 5.054 m über dem Tal des Terek und ist der dritthöchste Gipfel Georgiens. Die Normalroute ab Stepantsminda ist keine technische Felskletterei, aber eine ernst zu nehmende Hochtour: Sie überqueren angeseilt einen spaltenreichen Gletscher, übernachten auf etwa 3.650 m in der ehemaligen sowjetischen Wetterstation, die als Meteostation oder Bethlemi-Hütte bekannt ist, und brechen mitten in der Nacht zum Gipfel auf. Zuletzt geht es über steile Schnee- und Eishänge; dort brauchen Sie Steigeisen, einen Eispickel und einen Bergführer, der den Gipfel schon viele Male bestiegen hat. Zur Umkehr zwingt die meisten nicht die Technik, sondern die Höhe. Deshalb sieht dieses Programm zwei volle Akklimatisierungstage und einen Reservetag vor, bevor es wieder abwärts geht.
Unsere Bergführer besitzen das nationale Bergführerzertifikat, und am Gipfeltag kommen auf jeden Bergführer höchstens zwei Bergsteiger. Sie sollten bereits gut trainiert in den Bergen unterwegs sein, sieben oder acht Stunden lang einen 12–15 kg schweren Rucksack tragen können und idealerweise schon einmal mit Steigeisen gegangen sein; falls nicht, vermittelt der Schulungstag an der Hütte die Grundlagen. Die Bergsteigersaison reicht von Mitte Juni bis Mitte September; am stabilsten sind die Verhältnisse meist im Juli und August. Packpferde tragen die schwere Ausrüstung bis zum Gletscherrand, und die Hütte bietet Stockbetten und eine einfache Küche, in der Ihr Team kocht.
Höhepunkte
- Auf dem Gipfel des Kasbek (5.054 m) stehen, in der Choch-Kette knapp nördlich der Hauptwasserscheide des Kaukasus und an der Grenze zu Russland
- Am Seil eines zertifizierten Bergführers über den Gergeti-Gletscher
- Nächte in der Meteostation, einem der höchstgelegenen Gebäude Georgiens
- Akklimatisierungsaufstieg in Richtung der Höhleneinsiedelei Bethlemi auf etwa 4.000 m
- Umgang mit Eispickel, Steigeisen und Seil, geübt auf dem Gletscher
- Ein Reservetag für den Gipfel, damit nicht das Wetter für Sie entscheidet
Eckdaten
Eine Gletscherbesteigung am Seil auf über 5.000 m lässt sich für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nicht anpassen. Mitreisende, die nicht mit auf den Gipfel steigen, können stattdessen bei unserem „Tagesausflug nach Kazbegi“ Stepantsminda genießen, im Geländewagen (4x4) zur Dreifaltigkeitskirche Gergeti fahren und das Trusso- oder Juta-Tal erleben.
Orte auf dieser Tour
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- 1Von Tiflis nach Stepantsminda, dort gründlicher Ausrüstungscheck
- 2Akklimatisierungstour oberhalb von Gergeti auf etwa 3.000 m
- 3Über den Gergeti-Gletscher hinauf zur Meteostation
- 4Gletscherschulung und Aufstieg in Richtung Bethlemi-Kapelle
- 5Gipfeltag: Kasbek, 5.054 m
- 6Reservetag bei schlechtem Wetter oder für einen zweiten Versuch
- 7Über den Gletscher hinab nach Stepantsminda
- 8Rückfahrt nach Tiflis
Tag für Tag
01Von Tiflis nach Stepantsminda, dort gründlicher AusrüstungscheckÜbernachtung: Stepantsminda
Um 9:00 Uhr holt Ihr leitender Bergführer Sie an Ihrem Hotel in Tiflis ab. Die 3-stündige Fahrt führt auf der Georgischen Heerstraße nach Norden, über den Kreuzpass (2.379 m) und dann hinunter zum Terek. Rechtzeitig zum Mittagessen erreichen Sie Stepantsminda auf etwa 1.750 m; über dem Ort nimmt der Berg den ganzen Horizont ein. Am Nachmittag prüft der Bergführer jedes Ausrüstungsteil, das Sie mitgebracht haben: ob die Steigeisen auf die Stiefel passen, wie der Klettergurt sitzt, dazu Bekleidungsschichten, Handschuhe und die Komforttemperatur des Schlafsacks. Was fehlt, können Sie in den Bergsportgeschäften im Ort leihen. Beim Abendessen besprechen Sie die Route, die Wettervorhersage und den Plan für den Reservetag. Früh schlafen zu gehen lohnt sich, denn morgen geht es zum ersten Mal hinauf in die Höhe.
02Akklimatisierungstour oberhalb von Gergeti auf etwa 3.000 mÜbernachtung: Stepantsminda
Heute geht es darum, an Höhe zu gewinnen und zum Schlafen wieder abzusteigen: die klassische Methode, mit der sich der Körper an die Höhe gewöhnt. Vom Ort steigen Sie auf dem steilen Pfad zur Dreifaltigkeitskirche Gergeti aus dem 14. Jahrhundert (2.170 m) hinauf und gehen dann auf dem offenen Rücken weiter, über den auch der Weg zum Kasbek verläuft. Der Pfad steigt über grasbewachsene Bergschultern an, der Gergeti-Gletscher kommt in Sicht, und Ihr Ziel ist der Bereich des Sabertse-Passes auf rund 3.000 m. Hier prüft Ihr Bergführer Ihr Tempo und wie Sie die Höhe vertragen. Mittagspause machen Sie mit weitem Blick auf den Gipfelkegel des Kasbek und auf die Gipfel des Chaukhi auf der anderen Talseite. Auf demselben Weg steigen Sie nach Stepantsminda ab, zu einer zweiten Nacht auf 1.750 m. Essen Sie gut und trinken Sie viel Wasser.
03Über den Gergeti-Gletscher hinauf zur MeteostationÜbernachtung: Meteostation (Bethlemi-Hütte)
Am Morgen werden die Packpferde beladen, und ein Geländewagen (4x4) bringt Sie bis zur Dreifaltigkeitskirche Gergeti; das schont die Beine. Von dort folgen Sie dem Weg des Vortags am Sabertse-Pass vorbei bis zu der Stelle nahe der Zunge des Gergeti-Gletschers auf etwa 3.000 m, an der die Pferde entladen werden. Sie schultern Ihren Rucksack und seilen sich für die Gletscherquerung mit Ihrem Bergführer an. Im Sommer ist das Eis im unteren Teil oft blank und die Spalten sind sichtbar, weiter oben können sie aber unter Altschnee verborgen liegen; deshalb gehen Sie gleichmäßig hintereinander. Auf etwa 3.650 m taucht über Ihnen auf der Moräne die Meteostation auf: ein Steinbau an der Stelle einer sowjetischen Wetterstation, die erstmals in den 1930er-Jahren eingerichtet wurde. Sie richten sich im Schlafraum mit den Stockbetten ein, schmelzen Schnee für Wasser und gehen früh schlafen.
04Gletscherschulung und Aufstieg in Richtung Bethlemi-KapelleÜbernachtung: Meteostation (Bethlemi-Hütte)
Den Vormittag verbringen Sie auf dem Gletscher nahe der Hütte und üben, was Sie für den Gipfeltag brauchen. Ihr Bergführer zeigt Ihnen, wie Sie mit Steigeisen auf hartem Eis gehen, den Eispickel als drittes Bein einsetzen und ein Abrutschen mit der Pickelbremse stoppen. Außerdem üben Sie das Gehen in der Seilschaft und was zu tun ist, wenn jemand in eine Gletscherspalte einbricht. Nach dem Mittagessen steigen Sie oberhalb der Hütte in Richtung Bethlemi auf, einer alten Höhleneinsiedelei in der Felswand auf rund 4.000 m, um die sich seit Langem Legenden ranken. Der Blick über den Gletscher zum Gipfel gibt Ihnen eine klare Vorstellung von der Route, die vor Ihnen liegt. Zurück an der Hütte ruhen Sie sich aus und bereiten Ihre Ausrüstung für einen möglichen Gipfelaufbruch in der folgenden Nacht vor.
05Gipfeltag: Kasbek, 5.054 mÜbernachtung: Meteostation (Bethlemi-Hütte)
Der Wecker klingelt gegen 1:00 Uhr. Nach Tee und einem schnellen Frühstück verlassen Sie die Hütte im Schein der Stirnlampe, mit Ihrem Bergführer angeseilt, und steigen auf festem, gefrorenem Schnee über den Gletscher auf. Im Morgengrauen erreichen Sie das weite Plateau auf etwa 4.500 m unterhalb des Gipfelkegels; hier ist die Luft dünn, und Sie kommen nur noch wenige Schritte am Stück voran. Der letzte Abschnitt führt über einen steilen Hang aus Schnee und Eis zum Sattel und dann zum Gipfel, der genau auf der Grenze zu Russland liegt. An einem klaren Morgen blicken Sie hinab auf den gesamten Zentralkaukasus, vom Elbrus im Westen bis zu den Gipfeln von Khevsureti im Osten. Der Abstieg ist ebenso anspruchsvoll; 10 bis 14 Stunden nach dem Aufbruch sind Sie zurück an der Hütte.
06Reservetag bei schlechtem Wetter oder für einen zweiten VersuchÜbernachtung: Meteostation (Bethlemi-Hütte) oder Stepantsminda
Der Kasbek macht sein eigenes Wetter: Starker Wind oder kräftiger Neuschnee können die oberen Hänge selbst im August gefährlich machen. Dieser Tag ist dafür da, dass der Gipfelversuch auf ein gutes Wetterfenster warten kann. Wenn Sie den Gipfel schon erreicht haben, nutzen Sie den Tag zum Ausruhen, zum Ordnen der Ausrüstung und für einen gemächlichen Abstieg nach Stepantsminda, wo eine heiße Dusche und ein richtiges Bett auf Sie warten; den für den nächsten Tag geplanten Abstieg ziehen wir dann vor. Musste der erste Versuch abgebrochen werden, entscheidet Ihr Bergführer gemeinsam mit Ihnen, ob ein zweiter Anlauf gegen 1:00 Uhr sinnvoll ist, je nach Wettervorhersage und danach, wie gut sich alle erholt haben. In jedem Fall wird an einem so hohen Berg niemand gegen das Urteil des Bergführers nach oben gedrängt.
07Über den Gletscher hinab nach StepantsmindaÜbernachtung: Stepantsminda
Nach dem Frühstück packen Sie zusammen und verlassen die Hütte. Ein letztes Mal überqueren Sie angeseilt den Gletscher; auf der anderen Seite warten die Pferde, die das schwere Gepäck übernehmen. Von dort ist der Abstieg zwar lang, für die Beine aber leichter als der Aufstieg, und mit jedem Höhenmeter wird die Luft dichter. Von den Grashängen oberhalb der Dreifaltigkeitskirche Gergeti blicken Sie ein letztes Mal zurück zum Gipfel, auf dem Sie gestanden haben. An der Kirche holt Sie ein Geländewagen (4x4) ab und bringt Sie hinunter zu Ihrem Hotel. Am Abend sitzt das Team beim Festessen mit Khinkali, Mtsvadi und einem Glas Saperavi zusammen, und die Bergführer überreichen allen, die den Gipfel erreicht haben, eine Urkunde.
08Rückfahrt nach Tiflis
Lassen Sie sich beim Frühstück Zeit; wenn die Wolken es zulassen, sehen Sie dabei den Kasbek vor dem Fenster. Auf der Fahrt nach Süden bleibt Zeit für kurze Stopps, die Bergsteiger auf dem Hinweg meist auslassen: die orangefarbenen Travertinquellen unterhalb des Kreuzpasses, das Denkmal der Georgisch-Russischen Freundschaft über der Aragwi-Schlucht und die Festungskirche von Ananuri aus dem 17. Jahrhundert am Zhinvali-Stausee. Am frühen Nachmittag erreichen Sie Tiflis, und der Fahrer bringt Sie, wohin Sie möchten, ins Hotel oder zum Flughafen. Geht Ihr Flug erst am nächsten Tag, buchen wir Ihnen auf Wunsch ein Zimmer in der Altstadt; nach einer Woche in der Höhe ist ein Abend in den Schwefelbädern von Abanotubani die beste Erholung, die wir kennen.
Preise
Preis pro Person für eine private Tour, je nach Größe Ihrer Gruppe. Beispielpreise
| Gruppengröße | Pro Person | Ganze Gruppe |
|---|---|---|
| Alleinreisende | 2.855 $ | 2.855 $ |
| 2 Reisende | 1.730 $ | 3.460 $ |
| 3–4 Reisende | 1.385 $ | ab 4.155 $ |
| 5–8 Reisende | 1.140 $ | ab 5.700 $ |
| 9–15 Reisende | 950 $ | ab 8.550 $ |
Zimmer und Kinder
- Einzelzimmerzuschlag: 310 $
- Kinder unter 6 Jahren kostenlos (im Bett der Eltern); Kinder von 6 bis 11 Jahren zahlen 70 % des Erwachsenenpreises.
- Die Preise hängen von Hotelkategorie und Saison ab; verbindlich ist das Angebot, das Sie von uns erhalten.
Beliebte Zusatzleistungen
- Flughafentransfer Tiflis (Pkw, 1–3 Personen)30 $
- Zusätzliche Nacht in Tiflis mit Frühstück70 $
- Supra-Abendessen mit Volksmusik70 $
Inklusivleistungen
- Zertifizierter Bergführer, bei mehr als zwei Bergsteigern ein zusätzlicher Bergführer
- Transfers von Tiflis nach Stepantsminda und zurück
- Fahrten im Geländewagen (4x4) zwischen Stepantsminda und der Dreifaltigkeitskirche Gergeti
- Packpferde für Gemeinschafts- und persönliche Ausrüstung bis zum Gletscherrand und zurück
- Drei Übernachtungen in einem Hotel in Stepantsminda und vier Übernachtungen in der Meteostation
- Durchgehend Vollpension, vom Mittagessen am Anreisetag bis zum letzten Frühstück
- Gemeinschaftliche Bergsteigerausrüstung: Seile, Eisschrauben, Firnanker, Erste-Hilfe-Set und Funkgerät
- Kocher, Brennstoff und Kochgeschirr für die Hütte
- Hin- und Rückflug nach Tiflis
- Versicherung mit Deckung für Bergsteigen und Hubschrauberrettung bis 5.100 m (Georgien verlangt von Besuchern außerdem seit dem 1. Januar 2026 einen Krankenschutz)
- Persönliche Bergsteigerausrüstung (Verleih in Stepantsminda möglich)
- Hüttengebühren in der Meteostation (2025 etwa 60 GEL pro Nacht)
- Getränke außer Tee und Wasser am Berg
- Trinkgelder für Bergführer, Köche und Pferdeführer
Gut zu wissen
Für wen geeignet
- Konditionsstarke Bergwanderer, die für ihren ersten Gipfel über 5.000 m auf einer Gletscherroute bereit sind
- Bergsteiger, die schon etwas Erfahrung mit Steigeisen und Eispickel haben und einen Kaukasusgipfel mit Bergführer besteigen möchten
- Alle, die an langen Tagen einen 12–15 kg schweren Rucksack tragen können und einen Plan mit zusätzlicher Zeit zur Akklimatisierung schätzen
- Reisende, die einfaches Hüttenleben und Teamgeist in der Höhe mögen
Wenn Sie die großartige Bergwelt des Kaukasus ohne Gletscher, Seil und Nächte über 3.500 m erleben möchten, ist unsere Tour „Trekking in Kazbegi und Khevsureti“ die bessere Wahl.
Was Sie mitnehmen sollten
- Isolierte, steigeisenfeste Hochtourenstiefel; leichte Trekkingschuhe reichen für den Gipfeltag nicht aus
- Schlafsack mit einer Komforttemperatur von etwa −10 °C für die Nächte in der Meteostation
- Gletscherbrille der Kategorie 4 und Skibrille gegen Schneeblendung und Wind
- Daunenjacke und Ersatzfäustlinge für den Aufbruch um 1:00 Uhr auf rund 3.650 m
- Stirnlampe mit frischen Ersatzbatterien
- Medikamente gegen Höhenkrankheit, die Sie mit Ihrem Arzt abgesprochen haben, dazu Blasenpflaster und eine Erste-Hilfe-Grundausstattung
- Bargeld in Lari für Leihausrüstung in Stepantsminda und Getränke auf der Hütte
- Der Gipfelerfolg hängt von Wetter und Akklimatisierung ab; der Bergführer kann die Gruppe jederzeit umkehren lassen.
- Der Gipfel des Kasbek liegt an der russischen Grenze; führen Sie für die Anmeldung deshalb Ihren Reisepass am Berg mit.
- Die Reiseversicherung muss Bergsteigen und Hubschrauberrettung bis 5.100 m abdecken; Standardtarife schließen das oft aus.
- Die Hütte ist einfach: Mehrbettzimmer mit Stockbetten, keine Duschen, Wasser aus geschmolzenem Schnee.
Wandertage in Zahlen
| Tag | Strecke | Aufstieg | Abstieg | Stunden | Höchster Punkt |
|---|---|---|---|---|---|
| 2 | 14 km | +1.250 m | −1.250 m | 7-8 | 3.000 m |
| 3 | 10 km | +1.500 m | −50 m | 7-8 | 3.650 m |
| 4 | 4 km | +350 m | −350 m | 6-7 | 4.000 m |
| 5 | 12 km | +1.400 m | −1.400 m | 10-14 | 5.054 m |
| 7 | 10 km | +50 m | −1.500 m | 6-7 | 3.650 m |
Fragen zu dieser Tour
Wie schwer ist der Kasbek im Vergleich zu anderen Gipfeln über 5.000 m?
Er gehört zu den leichter zugänglichen Gipfeln über 5.000 m im Kaukasus, ist aber keine Trekkingtour. Sie überqueren einen spaltenreichen Gletscher, steigen am Gipfeltag über steilen Schnee und Eis und sind 10 bis 14 Stunden oberhalb von 3.650 m unterwegs. Die meisten, die umkehren, tun das wegen der Höhe oder des Wetters, nicht wegen technischer Schwierigkeiten. Gute Kondition und eine durchdachte Akklimatisierung zählen mehr als der Kletterschwierigkeitsgrad.
Brauche ich Erfahrung im Bergsteigen?
Wir empfehlen dringend, dass Sie schon einmal mit Steigeisen und Eispickel unterwegs waren, etwa bei einem Grundkurs für Schnee und Eis oder einer Gletschertour in den Alpen. Absolute Anfänger mit ausgezeichneter Kondition können manchmal mitkommen, sollten aber einen zusätzlichen Schulungstag einplanen und eine geringere Gipfelchance in Kauf nehmen. Erzählen Sie uns offen von Ihrer Erfahrung, dann beraten wir Sie.
Welche persönliche Ausrüstung brauche ich?
Doppelschalen- oder isolierte Hochtourenstiefel für Automatik- oder Halbautomatik-Steigeisen; Steigeisen; Eispickel; Klettergurt mit Schraubkarabiner und Prusikschlinge; Helm; Rucksack mit 50–60 Litern; Schlafsack mit einer Komforttemperatur von etwa −10 °C; Daunenjacke; wasserdichte Hardshelljacke und -hose; Fleece-Zwischenschicht; wärmende Funktionsunterwäsche; zwei Paar Handschuhe und dazu warme Fäustlinge; warme Mütze und Schlauchtuch; Gletscherbrille (Kategorie 4) und Skibrille; Stirnlampe mit Ersatzbatterien; Trekkingstöcke; Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und Lippenbalsam; Trinkbehälter für zwei Liter, darunter eine Isolierflasche für den Gipfeltag. Den Großteil der technischen Ausrüstung können Sie in Stepantsminda leihen.
Wer sind die Bergführer?
Wir arbeiten mit georgischen Bergführern zusammen, die das nationale Bergführerzertifikat besitzen und den Kasbek schon viele Male bestiegen haben. Sie haben Funkgeräte, ein Erste-Hilfe-Set und die Rettungsausrüstung der Gruppe dabei und treffen die endgültige Entscheidung über eine Umkehr. Am Gipfeltag nimmt jeder Bergführer höchstens zwei Bergsteiger ans Seil.
Gibt es eine offizielle Anmeldung für die Besteigung?
Der Kasbek liegt an der Grenze zu Russland, und die Regeln für die Anmeldung von Bergsteigern bei der georgischen Grenzpolizei können sich ändern. Ihr Bergführer klärt vor der Besteigung das aktuelle Verfahren und erledigt alle Formalitäten; führen Sie deshalb Ihren Reisepass am Berg mit.
Was passiert, wenn ich höhenkrank werde?
Kopfschmerzen und schlechter Schlaf in der ersten Nacht auf der Hütte sind häufig und bessern sich meist, wenn Sie sich ausruhen und genug Wasser trinken. Bei Anzeichen wie Erbrechen, Verwirrtheit oder Atemnot in Ruhe steigen Sie sofort ab, in Begleitung eines Bergführers. Das langsame Höhenprofil dieses Programms mit einer Nacht auf 1.750 m nach dem ersten Aufstieg auf 3.000 m verringert das Risiko.


