Sighnaghi
Ummauertes Hügelstädtchen von 1762 mit Kopfsteinpflastergassen, 23 Türmen und weitem Blick über das Alasani-Tal bis zum Kaukasus.
SighnaghiFoto: Levan Gokadze, CC BY-SA 2.0Sighnaghi ist die meistbesuchte Stadt Kachetiens und liegt in etwa 790 m Höhe auf einem Bergrücken über dem Alasani-Tal. Die Kopfsteinpflastergassen, die Häuser mit ihren Balkonen und die Ziegeldächer wurden stark restauriert, und noch immer umschließt die Wehrmauer aus dem 18. Jahrhundert mit 23 Türmen und 6 Toren den Hügel. An klaren Tagen reicht der Blick über die Weinberge des Tals bis zu den verschneiten Gipfeln des Großen Kaukasus. Hier leben nur etwa 4.200 Menschen, doch es gibt viele Gästehäuser, Weinbars und Restaurants, sodass sich das Städtchen bequem und angenehm für eine Übernachtung eignet.
Gehen Sie ein Stück auf der Stadtmauer entlang und besuchen Sie dann das Sighnaghi-Museum mit archäologischen Funden aus der Umgebung und einer Sammlung von Gemälden Niko Pirosmanis, der im nahen Mirzaani geboren wurde. Sighnaghi trägt den Beinamen „Stadt der Liebe“, weil viele Paare zum Heiraten hierherkommen. Das Kloster Bodbe liegt 2 km entfernt, und die Weingüter weiter unten im Tal sind mit dem Auto schnell erreicht. Mittags füllen Tagesausflügler das Zentrum; morgens und abends ist es ruhiger.
Geschichte
Die Gegend ist seit der Altsteinzeit besiedelt, ihre heutige Gestalt erhielt die Stadt jedoch 1762, als König Erekle II. hier eine Festung gegen Raubzüge aus Dagestan errichten ließ. Die etwa 4 km lange Mauer umschloss fast 40 Hektar und bot den Menschen aus den umliegenden Dörfern bei Angriffen Schutz. Der Name geht auf ein Wort aus den Turksprachen zurück, das „Zuflucht“ bedeutet. Zur Stadt wurde Sighnaghi nach der russischen Annexion von 1801, und im 19. Jahrhundert lebte hier eine große armenische Kaufmannsgemeinde.
Sehenswertes und Aktivitäten
- Die Stadtmauer aus dem 18. Jahrhundert mit ihren Türmen abschreiten
- Über das Alasani-Tal bis zum Großen Kaukasus blicken
- Im Sighnaghi-Museum Gemälde von Pirosmani betrachten
- Weinbars und Keller von Winzerfamilien in der Stadt und der Umgebung besuchen
- Zum 2 km entfernten Kloster Bodbe spazieren oder fahren
Hinweise zum Besuch
Anreise
Sighnaghi liegt etwa 113 km von Tiflis entfernt, mit dem Auto rund 2 Stunden. Marschrutkas fahren mehrmals täglich ab Tiflis, und viele Tagesausflüge machen hier Station.
Reisezeit
April bis Juni und September bis Oktober. Zeitbedarf vor Ort: ein halber Tag, besser mit einer Übernachtung.
- Tragen Sie Schuhe mit griffiger Sohle: Die gepflasterten Gassen sind steil und nach Regen rutschig.
- Übernachten Sie hier: Dann sehen Sie das Tal bei Sonnenuntergang und erleben den Ort, nachdem die Tagesausflügler abgefahren sind.
- Verbinden Sie den Besuch mit dem Kloster Bodbe und einem Weingut unten im Tal.
- Im Zentrum gibt es nur wenige Parkplätze; stellen Sie das Auto am Rand der Altstadt ab.
Wetter Sighnaghi
Am wärmsten ist es im Juli (tagsüber 30°), am kältesten im Januar (nachts −2°); pro Jahr fallen 706 mm Niederschlag. Beste Monate: Mai–Juni, Sept.
Sighnaghi: häufige Fragen
Warum heißt Sighnaghi „Stadt der Liebe“?
Paare aus Georgien und dem Ausland kommen zum Heiraten hierher, und im Hochzeitshaus der Stadt lässt sich eine Trauung kurzfristig arrangieren. Die Lage und die Aussicht tragen zum Ruf der Stadt bei.
Kann man auf der Stadtmauer von Sighnaghi entlanggehen?
Ja, Sie können auf Abschnitten der Mauer entlanggehen und einige Türme besteigen, mit Blick über das Tal. Manche Stellen sind steil und uneben; tragen Sie deshalb festes Schuhwerk.
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